Wussten Sie schon, dass ...

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... im Frühling vor allem die ausgewachsenen, geschlechtsreifen Zecken anzutreffen sind?

Zecken in unseren Breiten brauchen nach der Überwinterung schnellstmöglich eine umfangreiche Blutmahlzeit, um sich dann vermehren zu können. Da die ausgewachsenen Zecken bis zu einen Meter hoch klettern können, sind jetzt vor allem größere Säugetiere inklusive des Menschen gefährdet.

Das Zeckenweibchen kann danach bis zu einige Tausend Eier legen, die noch im selben Jahr zwei Entwicklungsstadien durchlaufen: LarveFortgeschrittenes Larvenentwicklungsstadium von Insekten und Spinnentieren und NympheLarvenentwicklungsstadium von Insekten und Spinnentieren. Die Larve ist winzig klein und braucht kleine Nagetiere als Wirtstiere. Später im Sommer ist dann vor allem die Zeckennymphe auf der Jagd nach größeren Wild- und Haustieren. Auch dazu kann der Mensch zählen.

 

... nicht alle Zecken auf einem Grashalm sitzend geduldig auf ihre Opfer warten?

Im Gegensatz zum Holzbock und den meisten anderen Zecken läuft die Auwaldzecke aktiv auf ihr Wirtstier – sei es Mensch oder Tier – zu. Die in den letzten zwanzig Jahren nach Deutschland eingewanderte Zecke ist deutlich größer als der einheimische Holzbock. Beide Geschlechter der Auwaldzecke besitzen hellbraune Beine und einen schwarzen Rücken, der durch ein weißlich-bräunlich marmoriertes Rückenschild überdeckt ist.

 

...es Zecken gibt, die hierzulande auch in Wohnungen und Häusern überleben können?

Die Braune Hundezecke kommt weltweit in warmen Klimazonen mit nicht zu hoher Luftfeuchtigkeit vor, kann jedoch in Deutschland nicht im Freien überleben. Hat sich diese Zecke gerade am Hund festgebissen, kann sie unbemerkt vom Urlaubsort in Südeuropa mit nach Deutschland reisen. Fällt sie im Haus ab, ist sie noch monatelang aktiv. Einheimische Zecken wie der Holzbock können dagegen nicht im Haus existieren, da sie eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit benötigen.

 

... Zecken bis zu zehn Jahre alt werden können?

Normalerweise vollenden Zecken ihre dreistufige Entwicklung innerhalb von zwei Jahren. Nach der Befruchtung stirbt das ausgewachsene Männchen, und auch das Weibchen überlebt die Eiablage nicht. Findet die adulte Zecke allerdings keine Quelle für eine Blutmahlzeit, kann sie als Hungerkünstler jahrelang ausharren. Am ältesten werden vollgesogene Weibchen, die kein Männchen zur Befruchtung finden: Im Labor lebten sie erstaunliche zehn Jahre.


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