Wussten Sie schon, dass ...

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... ungefähr 20.000 Hunde in Deutschland mit Leishmaniose infiziert sind?

Auch wenn nach derzeitigen Erkenntnissen die Krankheit bei uns wohl noch nicht übertragbar ist, gibt es hierzulande dennoch viele Hunde, die mit Leishmaniose infiziert sind. Das hat vor allem zwei Ursachen: Zum einen werden einheimische Hunde während des Urlaubs im Ausland nicht ausreichend gegen Parasiten geschützt. Zum anderen werden bereits infizierte Tiere aus dem Ausland nach Deutschland importiert und hier an neue Besitzer vermittelt. All diese infizierten Hunde tragen dazu bei, dass der Krankheitserreger in Deutschland überdauern und – im Falle eines geeignetes Überträgerinsekts – irgendwann möglicherweise auch übertragen werden kann. 

 

... mit Krankheitserreger infizierte Sandmücken wesentlich häufiger stechen als ihre nichtbefallenen Artgenossen?

Der Grund hierfür liegt in der Saugweise der Stechparasiten. Sie nutzen ihren Saugrüssel ähnlich einem Strohhalm. Wenn genug Blut in den Mundbereich der Mücke gelangt ist, verschließt sie den Zugang zum Rüssel, um das eingesaugte Blut anschließend in den Verdauungsbereich zu „schlucken“.

Die Krankheitserreger der Leishmaniose müssen zur Weiterentwicklung in das Blut von Säugetieren gelangen. Dazu besetzen sie den Verbindungsbereich zwischen Saugrüssel und Mundraum der Sandmücke, so dass dieser nicht mehr vollständig schließen kann. Durch das entstandene Leck können die einzelligen Erreger den Rüssel hinunter in die Blutbahn des Opfers wandern.

Gleichzeitig kann die Mücke durch das entstandene Leck nicht mehr die benötigte Menge Blut pro Stich aufnehmen. Sie benötigt daher mehr Saugversuche, um ihren Durst zu befriedigen. Ein weiterer Vorteil für die Leishmaniose-Erreger, die so öfter die Gelegenheit zur Invasion eines Opfers erhalten.

 


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