Peitschenwürmer

Peitschenwürmer icon_hund.gif Peitschenwürmer

Peitschenwürmer (Trichuridae) besitzen ein fadenförmiges Vorderende und ein kurzes, verdicktes Hinterende, so dass ihre Gestalt einer Peitsche ähnelt. Von Bedeutung in unseren Breitengraden ist vor allem der Hundepeitschenwurm (Trichuris vulpis), der einige Zentimeter groß wird. In den Tropen gibt es eine Vielzahl weiterer Peitschenwürmer, die auch für den Menschen gefährlich werden können, und man schätzt, dass mehrere 100 Millionen Menschen in Entwicklungsländern unter einem Peitschenwurmbefall leiden.

Aktivität und Auswirkung

Der ausgewachsene Peitschenwurm ernährt sich von Darmschleimhautzellen und siedelt im Übergangsbereich von Dick- und Dünndarm. In geringer Anzahl bleibt ein Befall symptomlos. Große Mengen Peitschenwürmer kündigen sich durch einen blutigen Durchfall des Hundes an, bei dem auch Teile der Darmschleimhaut ausgeschieden werden. Die Folge ist eine Auszehrung des Hundes.

Vorkommen

Hundepeitschenwürmer kommen eher in warmen Regionen wie dem Mittelmeerraum vor, da ihre Eier bei warmen Temperaturen reifen. Von daher besteht die Möglichkeit, dass sich ein Hund bei Reisen in diese Gebiete mit den Wurmeiern infiziert.

Lebensweise und Entwicklungszyklus

Die ausgewachsenen und geschlechtsreifen Peitschenwürmer sondern Eier ab, die mit dem Kot ins Freie gelangen. Nach einem mehrmonatigen Reifungsprozess sind die Eier infektiös, so dass sie sich nach Verschlucken durch einen Hund im Verdauungstrakt öffnen und die Larve austreten kann. Diese siedelt im Gebiet zwischen Dünn- und Dickdarm und häutet sich mehrmals, bevor der Wurm ausgewachsen und geschlechtsreif ist. Die Zeit zwischen der Aufnahme der Eier und den ersten Eiern der nächsten Generation beträgt etwa 3 Monate.

Hundepeitschenwürmer benötigen keinen Zwischenwirt und können daher ein und dasselbe Tier mehrmals befallen, sollten nicht entsprechende medikamentöse und hygienische Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.


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