Mücken

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Mücken zählen zu den fliegenden Insekten. Sie sind die häufigsten Blutsauger in unseren Breitengraden und sind in Nord- und Mitteleuropa durch unterschiedliche Familien wie beispielsweise Stechmücken, Kriebelmücken, Gnitzen, Schnaken oder Gallmücken vertreten. Obwohl sie haarlose Stellen zum Blutsaugen bevorzugen und im dichten Fell nur schlecht an die nackte Haut gelangen, machen Mücken nicht vor Haustieren wie Hunden und Katzen halt.

mosquito_1 Gemeine Stechmücke (vergrößert dargestellt)

Die meisten Exemplare unserer einheimischen Stechmücken verursachen lediglich juckende Stiche, sind ansonsten aber harmlos. Im Jahr 2013 wurden allerdings in Deutschland Mücken nachgewiesen, deren Stich Wurmlarven auf Hunde, Katzen und seltener auch den Menschen übertragen können. Zuvor waren ihre Artgenossen lediglich in warmen oder tropischen Gebieten als Überträger von Wurmerkrankungen und gefährlicher Infektionserkrankungen bekannt.

Zu den Überträgern anderer Infektionserkrankungen, bspw. der Leishmaniose, gehören Sandmücken, die mit steigenden Temperaturen hauptsächlich im Mittelmeerraum und weiter im Süden zu finden sind.

Bei einem Urlaub mit Hund oder Katze in diesen Ländern, oder beim Import von Tieren aus diesen Regionen, sollte man sich der Krankheitsgefahren durch Stechmücken und Sandmücken stets bewusst sein.

Vorkommen

Die jeweiligen Mückenarten haben unterschiedliche Lebensräume. Grundsätzlich brauchen Mückenlarven für Ihre Entwicklung Feuchtigkeit. Daher besitzen viele Mückenarten Larven- und Puppenstadien, die in ruhenden Gewässern leben. Andere Mückenlarven entwickeln sich in feuchter Erde, Kompost oder Mauerritzen.

Aktivität

Für die Eiablage benötigen die Mückenweibchen tierisches Protein und müssen daher Blut saugen. Männliche Mücken ernähren sich jedoch vegetarisch, das heißt von Pflanzensäften und Nektar (das gilt allerdings nicht für alle Mückenarten).

Die milden Winter der letzten Jahre waren für Mücken vorteilhaft: Weniger Tiere sind in der Winterzeit erfroren, und durch die allgemein gestiegenen Temperaturen waren die Parasiten früher und über eine längere Zeit im Jahr aktiv. Bspw. im extrem milden Winter der Jahre 2006/07 wurde sogar vereinzelt von Mückenaktivitäten im Dezember berichtet. Außerdem erlauben steigende Jahresdurchschnittstemperaturen im Rahmen des Klimawandels mediterranen Arten wie der Sandmücke oder den Moskitos die Einwanderung nach Deutschland. So sind in einigen Regionen Süd- und Westdeutschlands (z. B. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz) Sandmücken heimisch.

Lebensweise und Entwicklungszyklus

Nach der Eiablage schlüpfen Mückenlarven aus den Eiern, die bei vielen Arten an der Oberfläche stehender Gewässer leben. Während der Verpuppung entwickeln sie sich zu fortpflanzungsfähigen, ausgewachsenen Mücken. Der gesamte Entwicklungszyklus dauert je nach Art einige Tage bis mehrere Wochen.


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