Räudemilben

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Räudemilben des Hundes

Die Räudemilbe des Hundes (Sarcoptes canis) ist ein Parasit, dessen Besiedlung meist an der dünnen Haut von Kopf und Ohren beginnt und das ganze Tier umfassen kann. Sarcoptesmilben befallen neben Hunden eher Hasen als Katzen. Charakteristisch für den Räudebefall sind eine starke Schuppen- und Faltenbildung, da die Haut sehr dünn wird. Unbehandelt besitzt die Erkrankung eine schlechte Prognose, führt zu Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit und letztlich zum Tod.


sarkoptesmilbe_vergr Sarcoptesmilbe (stark vergrößert)
sarkpotesm_befall Sarkoptesmilbenbefall

Die weiblichen Milben legen ihre Eier in bis zu 1 Zentimeter lange Bohrkanäle, die sie in die Oberhaut der befallenen Tiere graben. Dort wachsen die Nachkommen heran, sie ernähren sich von Zell- und Gewebeflüssigkeit der Wirte. Diese Bohrarbeiten sind es auch, die bei befallenen Hunden und Katzen einen besonders intensiven Juckreiz auslösen. Während die Weibchen weitere Gänge anlegen, wandern die Männchen umher, um begattungsfähige Weibchen zu finden. Räudemilben können außerhalb der Wirtshaut nur für etwa max. 2 bis 3 Wochen überleben.

In jüngster Zeit konnte unter heimischen Rotfüchsen ein verstärkter Befall mit Sarcoptes-Milben beobachtet werden. Um zu verhindern, dass sich Hunde (vor allem Jagdhunde) mit der stark ansteckenden Räude infizieren, werden Füchse seit dem Jahreswechsel 2013/2014 verstärkt bejagd.

Räudemilben der Katze

Der Befall mit der häufigsten Räudemilbe der Katze, Notoedres cati, wird auch als Kopfräude bezeichnet, da er meistens an der Außenseite der Ohren beginnt und dann rasch auf Kopf und Nacken übergeht. Später werden auch die Pfoten und schließlich der ganze Körper befallen.

raeudemilbe_katze Notoedres cati-Milbe

Ähnlich den Räudemilben des Hundes legen Notoedres-Weibchen ihre Eier in Bohrkanäle, die sie in die Oberhaut der befallenen Tier graben. Im Zuge des Befalls kommt es zu einem starken Juckreiz, der mit Haarausfall, Rötungen und Krustenbildung einhergeht. Die Parasiten, die von Tier zu Tier übertragen werden, sind heute vor allem auf streunenden und Freigängerkatzen zu finden. Ein Befall führt aufgrund der Grabungsaktivitäten zu Zerklüftung betroffener Hautregionen und einer gelb-bräunlichen Krustenbildung. Dabei leiden befallene Tiere unter starkem Juckreiz, der letztlich sogar zu Selbstverletzungen führen kann. Blutige Stellen begünstigen anschließend wiederum bakterielle Infektionen. Ein starker Befall kann neben den Hautbefunden über Teilnahmslosigkeit zu Gewichtsverlust und schließlich zum Tod von der Katze führen.

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Gefahr für den Menschen

Bei einem massiven Vorkommen von Räudemilben auf Hunden und Katzen können die Parasiten auch auf den Menschen übergehen, sie können sich hier jedoch meist nur für weniger Wochen halten.



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