Ohrmilbe

Ohrmilbe icon_hund_katze.gif Ohrmilbe

Ohrmilben (Otodectes cynotis) gehören zur Gruppe der Räudemilben und sind hierzulande der häufigste Vertreter, der unsere Vierbeiner befällt. Dabei sind Katzen häufiger und oft stärker betroffen als Hunde. Der nur maximal einen halben Millimeter große Parasit besiedelt den äußeren Gehörgang und die innere Ohrmuschel. In seltenen Fällen können sie auch in anderen Körperregionen ansiedeln und eine Dermatitis verursachen. Vor allem Jungtiere sind von diesem weltweit vorkommenden Parasiten betroffen.

ohrbefall.jpgOhrmilbenbefall

Ohrmilben ernähren sich von Lymphflüssigkeiten und entzündlichen Sekreten der Haut im Gehörgang. Als Folge der vermehrten Stiche produziert das Ohr vermehrt Ohrschmalz, in dem die Milben als kleine, bewegliche, weiße Punkte erkennbar sind. Aufgrund der Ausscheidungsprodukte ist dieser bräunlich gefärbt und nimmt eine „kaffeesatzartig“ Konsistenz an. Obwohl viele Tiere und vor allem Katzen keine klinischen Symptome bei Ohrmilbenbefall entwickeln, verursachen die Parasiten auch oft einen starken Juckreiz, Rötungen und Blutergüsse bis hin zu schweren Mittelohrentzündungen. Auch kommt es nicht selten zu nässenden Ekzemen in der Ohrregion, da sich Hund und Katze aufgrund des enormen Juckreizes verstärkt kratzen.


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