Parasiten im Haus

icon_hund_katze.gif Parasiten im Haus

Schwarze Krümel im Hundekörbchen? Bewegliche Schuppen im Fell der Tiere? Oder gar merkwürdige Stiche am eigenen Leib? Sollten Sie solche Dinge beobachten, ist es wahrscheinlich, dass Ihre Lieblinge unerwünschte Untermieter eingeschleppt haben: Parasiten.

Zu den unerbetenen Gästen zählen vor allem Flöhe, Milben und Läuse (bzw. Haarlinge). Leider sind sie sehr klein und mit bloßem Auge meist kaum zu entdecken. Jetzt gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und der Reihe nach alle Bereiche gründlich zu säubern, in denen sich die Plagegeister verstecken. Durch Parasitenprophylaxe und die richtigen Vorsichtsmaßnahmen können Sie den Eindringlingen zukünftig den Zutritt zum Wohnbereich verwehren.

Flöhe

Während sich ausgewachsene Flöhe meist im Hunde- und Katzenfell verkrallen, sind Eier, Larven und Puppen eher in der unmittelbaren Umgebung als auf dem Haustier zu finden: So leben ca. 95% dieser Parasiten auf Böden, Teppichen, Polstern, Körbchen und allen anderen Lieblingsplätzen des Haustieres.

Die leichten Floheier rieseln aus dem Fell auf den Boden und verteilen sich schnell und zunächst völlig unbemerkt in der ganzen Wohnung. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich hauptsächlich vom Kot der ausgewachsenen Flöhe ernähren. Sie halten sich daher bevorzugt auf den „Hauptstraßen“ des Haustieres innerhalb des Wohnbereichs auf, wie auch rund um die Schlafplätze. Die Larven meiden das direkte Tageslicht und verstecken sich gerne in Ritzen und Ecken sowie in oder unter Teppichen. Ähnliches gilt für die verpuppten Flöhe. Achtung: Die Puppen können auf gewebtem oder rauem Untergrund recht fest haften und sind deshalb auch nur schwer beim alltäglichen Saugen zu entfernen.

Obwohl Flöhe typische Hausbewohner sind, sollten auch die bevorzugten Liegeplätze Ihres Tieres im Garten oder auf der Terrasse nicht vergessen werden. Flöhe bzw. ihre Entwicklungsstadien können bei warmer Witterung einige Monate (im Falle der Puppen) an geschützten Orten überleben.

Milben

Viele parasitische Milben halten sich während ihres gesamten Lebens auf ihrem Wirt auf und besitzen gute Halteorgane wie etwa Haftscheiben oder Klauen, die ein Abfallen vom Wirt verhindern. Sollte dies dennoch geschehen, können viele Milbenarten bei Raumtemperatur z.T. Tage bis Wochen überleben. So findet man sie bisweilen auf den Schlafdecken und anderen Liegeplätzen der Haustiere, aber auch dort, wo die Parasiten durch Abstreifen herunterfallen können (zum Beispiel an Ecken und Kanten zum Schubbern, an Kratzbäumen oder engen Verstecken).

Läuse/Haarlinge

Der Entwicklungszyklus der Parasiten findet vollständig auf dem Wirtstier statt. Ohne ihren Ernährer überleben Läuse nur wenige Tage, daher sind sie nur selten in der Umgebung der Haustiere anzutreffen. Allerdings können sie an den Schlaf- und Liegeplätzen von Hund und Katze vorkommen.

Würmer

Wurmeier verlassen den Körper ihrer Wirte, indem sie mit dem Kot ausgeschieden werden, oder wie im Falle der Bandwürmer in Form von weißlich-farblosen Bandwurmabschnitten, die beweglich sind. Daher sind sie nicht nur in unmittelbarer Nähe von Schlaf- und Liegeplätzen anzutreffen, sondern auch dort, wo die Tiere ihr Geschäft verrichten. Werden Bandwurmsegmente entdeckt, sollten Kinder von den Plätzen ferngehalten werden, und auch das Schmusen mit dem Tier sollte vorübergehend unterbleiben.

Kokzidien

Vor allem bei jungen Hunden in Zuchten oder in Gruppenhaltung kann es bereits kurz nach der Geburt zu einer Infektion mit Kokzidien kommen. Die einzelligen Parasiten werden meist als so genannte Oozysten durch das Maul aufgenommen, die von bereits befallenen Tieren mit dem Kot ausgeschieden werden. Auf diese Weise kann es leicht zu einer Ansteckung des gesamten Wurfes kommen.


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