Durch Milben verursachte Erkrankungen der Katze

Durch Milben verursachte Erkrankungen der Katze icon_katze.gif Durch Milben verursachte Erkrankungen der Katze

Kopfräude Ohrmilbenbefall Raubmilbenbefall

Milbenerkrankungen beruhen auf den zahlreichen Hautreaktionen eines Tieres als Antwort auf einen Milbenbefall. Moderne Milbenmittel können die Plagegeister aber relativ schnell entfernen. Wie bei anderen Fellparasiten, sollten im Falle einer Milbenerkrankung alle weiteren Tiere eines Haushaltes ebenfalls behandelt werden, da die Ansteckungsrate sehr hoch ist.

Kopfräude

Die klassische Räude (beim Menschen Krätze genannt) wird durch die Krätz- oder Räudemilben , z.B. bei der Katze Notoedres cati , verursacht.

Vorkommen

Milben leben meist sehr artspezifisch, so dass der Befall durch den Kontakt mit anderen infizierten Tieren verursacht wurde. Dabei muss kein direkter Fellkontakt bestanden haben, es reicht die Anwesenheit an einem Ort zusammen mit befallenen Hunden. Milben kommen in unseren Breitengraden nicht mehr so häufig vor wie Flöhe.

Symptome und Verlauf

Die Kopfräude ist mit einem starken Juckreiz verbunden, der zum Einen durch die Irritation durch die Parasiten selbst, zum Anderen aber auch durch allergische Reaktionen auf Milbenspeichel und Milbenkot ausgelöst wird. Dem Juckreiz begegnet die Katze durch vermehrtes bis ununterbrochenes Putzen und Lecken. Je nach Schwere des Befalls kommt es zu ausgeprägten Hautrötungen, Haarausfall und Verkrusten der befallenen Gebiete. Die Hautveränderungen beginnen am Kopf und an den Ohren der Katze und können sich über den Hals auf den ganzen Körper ausbreiten.

Behandlung und Vorbeugung

Zur Diagnose und Behandlung muss der Tierarzt aufgesucht werden. Moderne Milbenmittel können die Parasiten relativ schnell eliminieren. Durch Shampoos und Spülungen kann die belastete und entzündete Haut entspannt werden.

Gefahr für den Menschen

Notoedres cati kann sich zwar nicht auf der menschlichen Haut vermehren, ruft aber teilweise stark juckende Hautausschläge hervor. Betroffen sind meist Hautstellen, die häufigen, engen Tierkontakt haben.

Ohrmilbenbefall

Vorkommen

Ohrmilben sind sehr spezialisierte Parasiten, denn sie befallen nur die Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang. Vor allem bei Katzen ist die Ohrmilbe Otodectes cynotis weit verbreitet.

Symptome und Verlauf

Die Katzen leiden im Wesentlichen unter einem starken Juckreiz im Ohr. Die Tiere halten den Kopf zur Seite oder schütteln ihn heftig, vollführen Manegebewegungen oder vollkommen unkoordinierte Bewegungen. Ohr und Gehörgang sind mit einem schwarzen, krümeligen Sekret angefüllt, in dem die Milben mikroskopisch nachweisbar sind.

Katzen leiden in der Regel weniger an den Symptomen eines Ohrmilbenbefalls als Hunde. Dies trifft insbesondere auf ältere Katzen zu, die vielfach symptomlos Milben besitzen und diese auf die nächste Generation übertragen können.

Behandlung und Vorbeugung

Zur Diagnose und Behandlung muss der Tierarzt aufgesucht werden. Moderne Milbenmittel können die Parasiten relativ schnell eliminieren. Dies gilt auch für symptomlose Katzen, um eine Infektion anderer Tiere zu vermeiden.

Raubmilbenbefall

Vorkommen

Raubmilben der Art Cheyletiella blakei besiedeln meist die Kopf- und Rückenpartien der Katzen, wobei gerade Jungtiere einen starken Befall erleiden können.

Symptome und Verlauf

Der Milbenbefall hat einen Juckreiz zur Folge, der allerdings je nach Tier stark oder schwach ausgeprägt sein kann. Charakteristisch ist die starke Schuppung. Auch die großen Raubmilben selber sehen diesen Schuppen ähnlich. Weiterhin sind Verkrustungen und Ekzeme die Folgen eines Befalls.


Behandlung und Vorbeugung

Zur Diagnose und Behandlung muss der Tierarzt aufgesucht werden. Moderne Milbenmittel können die Parasiten relativ schnell eliminieren, aber auch etwaige Entzündungen müssen behandelt werden. Durch Shampoos und Spülungen kann die belastete und entzündete Haut entspannt werden.


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