Parasitenbehandlung bei Hund und Katze

icon_hund_katze.gif Parasitenbehandlung bei Hund und Katze

Zecken Flöhe Milben
Läuse/Haarlinge Würmer Stechfliegen
Kokzidien    

Zecken

Haustiere sollten gründlich und regelmäßig auf Zecken untersucht werden. Entdeckt man einen Blutsauger, sollte er möglichst schnell und komplett entfernt werden. Dazu wird mit einer spitzen Pipette oder einer speziellen Zeckenzange der Kopf gepackt und in einer schnellen Bewegung herausgezogen. Dabei sollte der Zeckenkörper nicht gequetscht werden, um zu verhindern, dass infizierter Zeckeninhalt in die Wunde gelangt.

Bleibt der Kopf nach der Entfernung in der Haut des Tieres zurück, sollten Kopf und Wunde desinfiziert werden, um das Risiko einer bakteriellen Infektion zu verringern. Der Tierarzt kann den Zeckenkopf dann vollständig entfernen. In jedem Fall sollte die weitere Entwicklung beobachtet werden, etwa ob die Stelle anschwillt und rötet, oder ob sich ein roter Ring um die Stichwunde bildet, der nach außen wandert. Die sogenannte „Wanderröte“ (auch Erythema migrans genannt) ist ein Zeichen einer Borreliose-Infektion.

Flöhe

Da nur ein kleiner Teil der Flohpopulation im Tierfell lebt, bedeutet eine wirkungsvolle Flohbekämpfung sowohl die direkte Behandlung von Hund und Katze als auch die Säuberung der bevorzugten Aufenthaltsorte der Haustiere. Daneben sollte auch eine Entwurmung in Betracht gezogen werden, da der häufigste Bandwurm von Katze und Hund, der Gurkenkernbandwurm, durch Flöhe übertragen wird.

Im Fell lebende Flöhe sollten durch einfach anzuwendende und sichere Flohschutzmittel (wie etwa Spot-on-Produkte) eliminiert werden. Mittel wie z.B. Advantage ® haben darüber hinaus auch eine Wirkung auf die Umgebung der Haustiere. Daneben können auch Flohsprays und –puder (wie z.B. Bolfo ®-Produkte) zur Bekämpfung von Flöhen in der Umgebung eingesetzt werden. Auch andere Haustiere in der Wohnung bzw. alle Tiere, mit denen Ihr Haustier regelmäßig Kontakt hat, sollten mit Flohschutzmitteln behandelt werden. Weiterhin gilt es, die Schlafplätze der Tiere gründlich zu säubern. Decken, Kissen sowie Bezüge, mit denen das Tier in Kontakt gekommen ist, sollten bei möglichst hohen Temperaturen gewaschen (oder gebügelt) werden. Vergessen Sie auch nicht, Bettrahmen, Matratzen, Sofas und andere Möbel gründlich zu säubern und auszuwischen.

Durch mehrfaches Staubsaugen und Ausklopfen lassen sich Flohlarven und -puppen aus Teppichen entfernen. Der verwendete Staubsaugerbeutel sollte im Anschluss an die Reinigung vernichtet werden. Glatte Böden sollten gründlich durchgewischt werden, auch in den Ecken und Kanten.

Diese vielfältigen Reinigungsmaßnahmen müssen natürlich wiederholt werden, sollte sich neuer Flohbefall zeigen. Von daher ist es sehr nützlich, durch den monatlichen Einsatz eines Flohschutzmittels die Gefahr eines Befalls vorbeugend zu minimieren sowie generelle Schutz- und Pflegeinfos zu beachten.

Milben

Bei der Bekämpfung von Milben sollten Bäder, Sprays, Puder sowie Spot-On-Präparate mit Parasiten-abtötender Wirkung verwendet werden. Bei der Wahl geeigneter Mittel sollten sich Tierhalter vom Tierarzt beraten lassen. Die Milbenbekämpfung verlangt ein gründliches und konsequentes Vorgehen. Das hat zur Folge, dass eine Therapie – abhängig von der Stärke des Befalls – mehrere Wochen dauern kann. Auch andere im Haushalt lebende Hunde und Katzen, mit denen das befallene Tier in regelmäßigem Kontakt steht, sollten auf Milben hin untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.

Treten im Rahmen eines Befalls größere Wunden und bakterielle Sekundärinfektionen auf, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Dieser wird die Tiere zunächst desinfizieren und die akuten Infektionen behandeln.

Da Milben auch eine begrenzte Zeit ohne direkten Wirtskontakt überleben, sollten alle Decken und Bezüge gewaschen werden, bei denen ein unmittelbarer Kontakt bestand. Dies gilt natürlich auch für Körbchen, Schlafdecke und alle Lieblingsorte Ihres Haustieres.

Läuse/Haarlinge

Läuse und Haarlinge können mit einem insektizidhaltigen Bad oder durch entsprechende Sprays und Puder bekämpft werden. Der Tierarzt kann Sie beraten und Ihnen das geeignete Mittel verschreiben. Besonders langhaarige Tiere brauchen eine gründliche Behandlung. Auch andere Haustiere bzw. alle Tiere, mit denen Ihr Haustier regelmäßig Kontakt hat, sollten auf Läuse hin untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.

Die Prozedur sollte nach ein bis zwei Wochen wiederholt werden, da die Eier der Läuse (Nissen) meist nicht vollständig abgetötet werden. Die inzwischen geschlüpften Läuselarven werden dann durch die Insektizide wirkungsvoll bekämpft.

Da Läuse auch eine begrenzte Zeit ohne direkten Wirtskontakt überleben, sollten alle Decken und Bezüge gewaschen werden, bei denen ein unmittelbarer Kontakt bestand. Dies gilt natürlich auch für Körbchen, Schlafdecke und alle Lieblingsorte Ihres Haustieres.

Stechfliegen

Vor allem im Spätsommer sollte man in der Nähe von Viehweiden und –ställen auf Stechfliegen wie Bremsen und Wadenstecher achten. Fliegengitter an Fenster und Türen halten die tagaktiven Blutsauger auf. Auch eine Fliegenklatsche hilft, denn Stechfliegen sind nicht besonders schnell. Nach einem Stich die Wunde desinfizieren, um das Eindringen von Schmutz und Erregern zu verhindern.

Würmer

Bei Anzeichen von Wurmbefall sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Er identifiziert die Wurmart und empfiehlt ein geeignetes Wurmmittel. Vertrauen Sie nicht auf Hausmittel. Halten Sie Kinder von den infizierten Tieren fern. Behandeln Sie auch die anderen Haustiere in der Wohnung bzw. alle Tiere, mit denen Ihr Haustier regelmäßig in Kontakt kommt.

Grundsätzlich sollte zur Vorbeugung eines erneuten Befalls eine regelmäßige Wurmbehandlung durchgeführt werden. Experten raten dabei zu vier Entwurmungen im Jahr.

Kokzidien

Durchfall beim Welpen gilt auch als wichtiges Symptom eines Befalls mit Kokzidien und sollte deshalb durch den Tierarzt abgeklärt werden. Auch Gewichtsverlust, ein aufgeblähter Bauch des Welpen sowie stumpfes und struppiges Fell sind mögliche Krankheitsanzeichen. Gerade bei Welpen sind häufig Mischinfektionen mit Kokzidien und Rundwürmern zu beobachten. Diese können durch die einmalige Gabe eines modernen Parasitenmittels vom Tierarzt wirksam behandelt werden.


Social Bookmarks