Entwurmung oder Kotuntersuchung – Was ist für meinen Vierbeiner besser geeignet?

icon_hund_katze.gif Entwurmung oder Kotuntersuchung – Was ist für meinen Vierbeiner besser geeignet?

Im Rahmen der Gesunderhaltung von Hund und Katze kommt dem Schutz vor Darmparasiten wie Würmern eine besondere Bedeutung zu. Um ihre Tiere vor einem Befall mit Rund- und Bandwürmern aller Art zu bewahren, stehen Tierhaltern zwei unterschiedliche Vorgehensweisen zur Verfügung: Zum einen die strategische Entwurmung in regelmäßigen, individuell zu bestimmenden ca. ein- bis dreimonatigen Abständen, oder die regelmäßige Kotuntersuchung mit anschließender befundabhängiger Entwurmung.

Eine fachgerechte Entwurmung tötet vor allem ausgewachsene Würmer im Darm befallener Tiere. Doch schon die Larvenstadien können den Organismus von Hund und Katze schädigen. Geeignete Präparate, die gegen geschlechtsreife Würmer und ihre Larvenstadien zugleich wirken, erhalten Tierhalter bei ihren Tierarzt. Entsprechende Präparate sind in unterschiedlichen Darreichungsformen z. B. als Spot-on Präparate zum Auftropfen oder als Tabletten erhältlich.

Eine Entwurmung wirkt gegen einen konkret zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Befall. Da sie in aller Regel nicht vorbeugend wirkt, sollte eine Behandlung in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Sie wird dann wiederholt, wenn angenommen werden kann, dass sich das Tier wieder neu mit Würmern infiziert hat. Durch einen Entwurmung werden nicht nur bestehende Wurminfektionen bekämpft. Auch lässt sich in der Folge verhindern, dass Hund und Katze weiter Wurmeier ausscheiden und in ihrer Umgebung verteilen und so eine ständige, potentielle Infektionsquelle für Mensch und Tier bleiben.

Für besorgte Tierhalter wichtig zu wissen: Die in Entwurmungsmitteln enthaltenen Wirkstoffe wirken gezielt gegen bestimmte Strukturen der Parasiten selbst und sind somit für das behandelte Tier in aller Regel gut verträglich.

Für wen geeignet? Tierhalter, die „auf Nummer sicher“ gehen möchten und eine bestehende oder vermutete Wurminfektion bei Hund und Katze bekämpfen möchten, sollten ihr Tier regelmäßig, grundsätzlich aber alle drei Monate entwurmen. Wenn Kleinkinder, Personen mit einem geschwächten Immunsystem im Haushalt leben, oder wenn die Tiere für Therapie- oder Rettungsaufgaben eingesetzt werden, kann es sinnvoll sein, die Frequenz der Entwurmung zu erhöhen. Dann kann eine monatliche Entwurmung angebracht sein. Lassen Sie sich in jedem Fall von Ihrem Tierarzt beraten! Er kann das Befallsrisiko des Tieres einordnen und danach ein geeignetes Entwurmungsintervall bestimmen.

Die Untersuchung der Hinterlassenschaften von Hund und Katze verfolgt ein einfaches Ziel: Auf diese Weise kann ermittelt werden, ob das Tier zum Zeitpunkt der Untersuchung Wurmeier ausscheidet. Finden sich Eier im Kot der Tiere, steht fest, dass sich im Darm des Tieres geschlechtsreife Würmer festgesetzt haben. Um diese zu beseitigen und so gleichzeitig die Infektionsgefahr für andere Hunde bzw. Katzen zu minimieren, sollte nach einem solchen positiven Ergebnis umgehend entwurmt werden. Für eine aussagekräftige Untersuchung wird der Stuhl der Tiere zuvor an drei aufeinanderfolgenden Tagen vom Halter gesammelt.

Mithilfe einer Kotuntersuchung lassen sich Wurmeier nachweisen. Voraussetzung ist, dass sich im Darm des untersuchten Tieres ausgewachsene Würmer befinden, die mit der Eiproduktion begonnen haben. Weder heranwachsende Wurmstadien noch Larven (z. B. die sog. Wanderlarven) lassen sich daher auf diese Weise diagnostizieren. Des Weiteren werden nicht zu jedem Zeitpunkt auch immer Eier mit dem Kot ausgeschieden, obwohl Würmer im Darm sind. Aus diesem Grund kann auch von einem negativen Untersuchungsergebnis nicht darauf geschlossen werden, dass das Tier nicht bereits doch mit Würmern infiziert ist.

Für wen geeignet? Eine Kotuntersuchung wird grundsätzlich zunächst genutzt, um nachzuweisen, ob das Tier Würmer hat oder nicht. Sie hilft also, eine Entwurmung erst nach erfolgter Diagnose gezielt durchzuführen.

Die Kotuntersuchung eignet sich demnach besonders bei Tieren zur regelmäßigen Kontrolle, für die ein vergleichsweise geringes Risiko für einen Wurmbefall besteht. Hundehalter, deren Vierbeiner z. B. nur wenig Auslauf und die nur sehr sporadisch Kontakt zu Artgenossen haben, können demnach gut auf eine Kotuntersuchung zurückgreifen. Dabei ist zu beachten, dass Kotuntersuchungen in regelmäßigen Abständen – am besten alle zwölf Wochen – durchgeführt werden müssen. Je engmaschiger die Untersuchungszeiträume sind, desto besser.


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