Viele Pfoten unter einem Dach?

Viele Pfoten unter einem Dach?

Was beim Parasitenschutz zu beachten ist

Viele Familien haben nicht nur einen Hund oder eine Katze, sondern teilen gleich mit mehreren Vierbeinern ihre vier Wände. Ob zwei Hunde, drei Katzen oder Hund und Katze – die tierische Vielfalt macht das Leben von Mensch und Tier bunter und bietet viele Vorteile. In Sachen Parasitenschutz sollten beim Zusammenleben mehrerer Tiere jedoch einige Punkte berücksichtigt werden. Denn überall, wo Hunde und Katzen aufeinandertreffen, steigt das Risiko für Infektionen mit Parasiten wie Würmern und Flöhen.

Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Zum einen können neue Gruppenmitglieder unbemerkt Parasiten einschleppen. Zum anderen sind Parasiten in Mehrkatzen- oder Mehrhundehaushalten schwerer wieder loszuwerden, da sich die Vierbeiner immer wieder untereinander anstecken können. Ist es erst einmal zu einem Befall mit Flöhen oder Würmern gekommen, kann die Behandlung sehr langwierig und aufwändig werden. Daher ist Vorsorge angesagt.

Magen-Darm-Würmer

Spul- und Bandwürmer sind beinahe überall in unserer Umwelt zu finden, weswegen die Gefahr einer Ansteckung bei freilaufenden Tieren hoch ist. Das Problem bei Mehrtierhaushalten liegt darin, dass Vierbeiner mit einem Wurmbefall infektiöse Wurmeier ausscheiden und damit unbemerkt andere Tiere anstecken können. Durch gegenseitige Körperpflege oder gemeinsames Kuscheln im Körbchen kann eine Übertragung also schnell passieren.

Gerade bevor ein neues tierisches Mitglied in die Gruppe eingegliedert werden soll, ist daher eine Entwurmung des Neuankömmlings dringend angeraten. Nur so kann das Risiko reduziert werden, dass der Hund oder die Katze ansteckende Wurmeier ausscheidet und damit die anderen gefährdet.

Besondere Regeln gelten außerdem dann, wenn einzelne Gruppenmitglieder trächtig sind oder Welpen bekommen haben. Denn Hundewelpen können sich bereits im Mutterleib mit Spulwürmern anstecken. Und auch über die Muttermilch können sich Kätzchen und Hundebabys massiv mit den Parasiten infizieren. Da dies für die Kleinen schwere gesundheitliche Folgen haben kann, ist gerade wenn Nachwuchs ins Haus steht, eine effektive Parasitenbehandlung mit geeigneten Präparaten aus der Tierarztpraxis wichtig.

Wie oft die eigenen Hunde und Katzen entwurmt werden sollten, hängt grundsätzlich von individuellen Faktoren ab. Darunter etwa die Frage, ob die Vierbeiner freien Auslauf genießen, wie sie ernährt werden und vieles mehr. Bei Haushalten mit mehreren Tieren ist das Risiko für die einzelnen Tiere häufig sehr ähnlich, da die relevanten Faktoren wie Ernährung und Auslauf sich oft entsprechen. Aber auch wenn beispielsweise eine Katze das Haus nie verlässt, aber einen Hund als tierischen Mitbewohner hat, ist ihr Risiko Würmer zu bekommen höher, als bei Stubentigern ohne Kontakt zu anderen Tieren. 

Unser Wurmcheck gibt einen Hinweis auf das individuelle Risiko und ein geeignetes Entwurmungsintervall.

Flöhe

Bringt ein Tier Flöhe mit in den Haushalt, kann das schnell zu einer regelrechten Flohlawine führen. Egal ob Neuankömmling, altbekanntes Rudelmitglied, das beim freien Auslauf mit Artgenossen tollt, oder auch der tierische Besuch – alle können Auslöser für einen Flohbefall sein. Da sich die kleinen Parasiten in Windeseile vermehren können und ohne Probleme von einem Tier zum anderen gelangen, ist eine effektive, ganzjährige Flohprophylaxe gerade in Gruppen mit mehreren Vierbeinern wichtig. Insbesondere neue Hunde und Katzen sollten vor dem Einzug ins neue Zuhause vorsorglich immer gegen Flöhe behandelt werden.

Denn Flohstiche können – auch für den Menschen – unangenehme Folgen haben, die von starkem Juckreiz bis hin zu Entzündungen an den aufgekratzten Hautstellen führen können. Einige Hunde und Katzen reagieren auch allergisch auf den Flohspeichel, wodurch sich eine Flohspeichelallergiedermatitis (FAD) entwickeln kann, die für die betroffenen Vierbeiner sehr unangenehm ist. Außerdem können sich Hund und Katze über Flöhe mit Bandwürmern infizieren, deswegen ist bei einem Flohbefall immer auch eine Entwurmung wichtig. Die gute Nachricht: Um sich und seine Tiere vor Flöhen zu schützen, ist eine einfache Behandlung der Vierbeiner z.B. mit Advantage® Spot-on oder dem Seresto® Halsband für Hunde von Bayer möglich. Advantage® kann durch seine Spot-on-Formulierung einfach im Nacken der Tiere aufgetragen werden und wirkt bei Hunden bis zu vier Wochen, bei Katzen drei bis vier Wochen lang gegen Flöhe. Seresto® tötet Flöhe nach Anlegen des Halsbandes bei Hunden bis zu acht Monate lang ab. Der Vorteil beider Präparate: Hiermit können gleichzeitig auch Larvenstadien in der Umgebung der behandelten Tiere – etwa auf Kissen oder im Teppich – bei Kontakt mit dem Wirkstoff bekämpft werden, so dass eine Flohlawine häufig bereits im Keim gestoppt werden kann. Seresto® wirkt außerdem zusätzlich abwehrend und abtötend gegen Zecken.

Zur Bekämpfung möglicher Flohstadien in der Umgebung sollten die Boxen, Schlaf- und Liegeplätze der Tiere zusätzlich regelmäßig gründlich gesaugt und/oder gereinigt (z.B. in der Waschmaschine bei 60 °C) werden.

Tipps auf einen Blick:

  • Wenn ein neues Tier ins Haus kommt, dieses unbedingt vor dem Einzug gegen Würmer, Zecken und Flöhe behandeln
  • Tiere in einem Haushalt immer zur gleichen Zeit entwurmen
  • Darauf achten, dass jedes Tier sein individuell geeignetes Mittel erhält, denn einige Parasitenschutzmittel für Hunde sind für Katzen tödlich, also unbedingt Packungsbeilagen lesen!
  • Bei einem Flohbefall immer auch alle Tiere im Haushalt gegen Bandwürmer behandeln
  • Regelmäßig Körbchen und Decken waschen sowie Liegeplätze reinigen
  • In der Säugephase nicht nur die Welpen und Kätzchen behandeln, sondern immer auch das Muttertier

Mit diesen Maßnahmen steht dem glücklichen Beisammensein einer tierischen Großfamilie nichts im Wege.

 


 


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