Ungetrübter Spaß für kleine Gartentiger:

Ungetrübter Spaß für kleine Gartentiger:

Wurmschutz bei Freigängerkatzen

Ungetrübter Spaß für kleine Gartentiger

Lange Tage, warme Sonnenstrahlen, frische Luft… Auch im Spätsommer findet das Leben noch Großteils im Freien statt. Besonders Katzen lieben es, im Garten ein Sonnenbad zu nehmen, neugierig im Grünen herumzustromern oder auf Streifzügen durch die Nachbarschaft Abenteuer zu erleben. Doch beim freien Auslauf können sich Katzen mit zahlreichen Magen-Darm-Würmern anstecken, die nicht nur die Gesundheit des Tieres gefährden, sondern zum Teil auch über die Katze auf den Menschen übertragen werden können. Doch keine Sorge…  Wer die Gefahren kennt, kann seine Katze (und sich selbst) mit einfachen Mitteln davor schützen.

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Magen-Darm-Würmern: Dazu zählen Spul-, Haken- und Bandwürmer. Wie sich eine Katze mit diesen unangenehmen Parasiten anstecken kann, ist ganz unterschiedlich. In der Regel nehmen unsere Haustiere die winzig kleinen Eier oder Larven der Würmer aus ihrer Umgebung beim neugierigen Umherschnüffeln auf.

Aber auch, wenn Katzen Beutetiere wie Mäuse und Vögel fressen oder aus Pfützen trinken, können Würmer in den Katzenkörper gelangen. Ein nicht zu unterschätzender Infektionsweg bei Katzen ist außerdem ihre intensive Körperpflege, denn dabei können sie Flöhe, die den Gurkenkernbandwurm übertragen, oder auch Eier anderer Wurmarten verschlucken.

WurmartAnsteckungsweg/e
Spulwürmer
(Toxocara cati)
Aufnahme von Spulwurmeiern aus der Umwelt, z.B. Erde, Böden, Pfützen, Gewässer usw. Aufnahme ansteckender Wurmstadien aus Beutetieren wie Mäusen
Hakenwürmer
(Ancylostoma tubaeforme, Uncinaria stenocephala)
Aufnahme von Larven aus der Umwelt oder aktives Eindringen der Larven durch die Haut der Katze
 Bandwürmer
(Taenia spp.)
Aufnahme ansteckender Wurmstadien aus Beutetieren wie Mäusen
 Gurkenkernbandwurm
(Dipylidium caninum)
Aufnahme von Flöhen oder Haarlingen bei der Fellpflege

 

Hat eine Katze Würmer, so merkt man ihr dies meist nicht sofort an. Doch schon bevor Wurmeier im Kot durch den Tierarzt nachweisbar werden, ist der Organismus der Katze bereits potentiell stark belastet. Das Immunsystem kann geschwächt werden, die Verdauung und Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigt und das Fell stumpf werden. Bei anhaltendem Befall kann es zu weiteren Problemen wie gesteigertem oder verringertem Appetit, Erbrechen, Durchfall und Koliken sowie unter Umständen auch zu Atembeschwerden kommen. Typisch für einen fortgeschrittenen Wurmbefall ist das so genannte „Schlittenfahren“, bei dem das Tier mit dem Hinterteil über den Boden rutscht. Damit möchte es den Juckreiz stillen, der durch bestimmte ausgeschiedene Wurmstadien hervorgerufen werden kann. Unabhängig von der Stärke der Anzeichen, kann eine Katze jedoch bereits einen Monat nach einer Spulwurminfektion Wurmstadien ausscheiden, die für den Menschen ansteckend sein können.

Da infektiöse Wurmstadien in der Umwelt nahezu überall verbreitet sind, ist es quasi unmöglich, zu verhindern, dass sich eine Freigängerkatze mit Würmern ansteckt. Ein geeigneter Weg, ihre Gesundheit zu schützen, ist, sie regelmäßig mit geeigneten Wurmkuren zu behandeln. Alternativ können in kurzen Abständen Kotproben (Sammelproben von drei Tagen) genommen und im Labor untersucht werden.

Unabhängige Experten tiermedizinischer Universitäten (www.esccap.de) empfehlen für Freigängerkatzen daher sogar eine monatliche Entwurmung.

Doch Katzen Tabletten zu verabreichen, erfordert manchmal ziemlich viel Geduld und Geschick. Eine gute Alternative für die Entwurmung der Stubentiger stellt in diesen Fällen die Verabreichung breit wirksamer Spot-on-Präparate dar. Die Flüssigkeit wird einfach auf die Haut im Nacken des Tiers getropft. Damit bedeutet die regelmäßige Entwurmung möglichst wenig Stress für Mensch und Vierbeiner – und die Gartensaison kann wurmfrei weitergehen.

 

 


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