Flöhe bei Hunden und Katzen

Flöhe bei Hunden und Katzen

Vorbeugender Schutz verhindert böse Überraschungen

Flöhe sind lästige kleine Plagegeister. Schon ein Floh auf dem eigenen Vierbeiner oder in den eigenen vier Wänden kann eine regelrechte Flohlawine auslösen. Wieso das so ist und was beachtet werden sollte, um sich und seine Familie vor Flöhen zu schützen, erfahren Sie hier.

Flöhe können nicht nur im Kontakt mit Artgenossen auf den eigenen Vierbeiner übergehen, sondern auch im Garten, auf Wiesen oder durch Igel, Mäuse oder Vögel bzw. deren Nester auf Hunde oder Katzen übertragen werden. Oft ist es auch der Besuch, der unbemerkt Flöhe in die Wohnung mitbringt und so den Startschuss für ein anhaltendes Flohproblem gibt. Denn: Jeder weibliche Floh, der auf einem Tier angekommen ist, kann hunderte Eier legen. Diese ovalen, weißen Minieier, die jeweils nur ca. 0,5 mm lang sind, fallen meistens vom Tier ab und können sich so in der ganzen Umgebung verteilen: im Teppich, auf dem Sofa, im Auto oder auf dem Schlafkissen des Vierbeiners – überall, wo sich das Tier eben gerne aufhält. 

Aus den Eiern schlüpfen unter günstigen Bedingungen bereits nach einem Tag etwa 2 mm große Flohlarven, die sich vom Kot der erwachsenen Flöhe ernähren und auf mehr als die doppelte Größe heranwachsen bis sie sich verpuppen. Denn wie auch bei vielen anderen Insektenarten (z.B. Schmetterlingen) üblich, haben auch Flöhe verschiedene Entwicklungsstadien. Der Flohkokon ist weiß und besteht aus seidenartigen, feucht-klebrigen Fasern. In dieser geschützten Umgebung entwickelt sich die Larve zum erwachsenen Floh weiter. Allerdings schlüpfen die Flöhe nicht unbedingt direkt, sondern sie können unter Umständen monatelang in ihrem Kokon verharren. Sind sie jedoch geschlüpft, machen sie sich sogleich auf die Suche nach einem Wirt.

Das Problem: Flöhe führen bei Hunden und Katzen nicht nur zu Hautirritationen und/oder Juckreiz, sie können auch Auslöser für eine Flohspeichelallergie sein und den Gurkenkernbandwurm übertragen. Auch vor den Menschen machen sie nicht Halt. Über ihre Bisse bzw. Stiche können wir uns z. B. mit dem Erreger der Katzen-Kratz-Krankheit infizieren.

Woher weiß ich, ob mein Tier Flöhe hat?

Wenn sich das eigene Tier auffallend oft kratzt, sollten Sie vielleicht einmal das Fell Ihres Vierbeiners unter die Lupe nehmen. Flöhe scheiden nämlich im Fell von Hund und Katze winzige Mengen Flohkot aus, der unverdautes Blut enthält. Für den ultimativen Flohtest kämmt man das Fell des Vierbeiners am besten mit einem engzackigen Flohkamm aus. Die darin hängenbleibenden kleinen, braunroten Krümel legt man dann auf ein feuchtes Tuch. Verfärben sich die Krümel durch die Flüssigkeit rötlich, ist dies ein Hinweis auf den Blutanteil und man kann davon ausgehen, dass es sich tatsächlich um Flohkot handelt.

Wie kann ich einen Flohbefall verhindern bzw. bekämpfen?

Wenn es zu einem Flohbefall gekommen ist, so ist die Behandlung des Tieres die erste und wichtigste Maßnahme. Denn oberstes Ziel ist es, zu verhindern, dass die Flöhe bei Vier- und/oder Zweibeinern Krankheiten auslösen. Da es in der Regel jedoch einige Zeit dauert, bis man einen Flohbefall bemerkt, ist es zusätzlich wichtig, die Eier, Larven und Puppen der Flöhe in der häuslichen Umgebung zu bekämpfen. Je nach individuellen Voraussetzungen ist dies über besondere Hygienemaßnahmen oder auch den (wiederholten) Einsatz spezieller Sprays und/oder Vernebler gegen erwachsenen Flöhe, Eier und Larven (z.B. von Bolfo®) möglich.

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Deswegen: Der beste Weg, sich vor einer Flohplage zu schützen, ist die regelmäßige Behandlung des Vierbeiners mit einem Tierarzneimittel. Damit werden mögliche Flöhe im Fell des Tieres schnell und effektiv abgetötet. Die Ablage von Eiern und die Entwicklung neuer Flöhe wird so bereits weitestgehend im Keim erstickt. Je nach individuellen Vorlieben kann für die akute und vorbeugende Behandlung ein Spot-on-Präparat (z.B. Advantage® oder Bolfo® Spot-on von Bayer) genutzt werden, das dem Tier einfach auf die Haut in den Nacken geträufelt wird und rund 4 Wochen lang Flöhe abtötet. Alternativ steht für Hunde auch ein modernes Halsband (Seresto® von Bayer) zur Verfügung, das bis zu 8 Monate lang effektiv gegen Flöhe wirkt.

Nicht vergessen: Da Flöhe außerdem Bandwürmer übertragen können, sollten betroffene Tiere unbedingt im Zuge der Behandlung auch entwurmt werden.


 


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