Urlaub mit Hund am Mittelmeer – Fünf Fakten zur Reisekrankheit Leishmaniose

Urlaub mit Hund am Mittelmeer – Fünf Fakten zur Reisekrankheit Leishmaniose

Die Reisesaison steht vor der Tür und sicherlich werden wieder viele Hundehalter gemeinsam mit ihrem Vierbeiner die schönste Zeit des Jahres verbringen. Aber Achtung: Denn gerade in beliebten Reiseregionen Süd- und Südosteuropas wie Spanien, Italien, Griechenland oder auch Südfrankreich können Parasiten verschiedene Krankheiten auf Hunde übertragen. Eine leider im Mittelmeerraum weit verbreitete, gefährliche Infektionskrankheit ist die Leishmaniose, die für Hunde sogar tödlich enden kann. Sie wird zumeist durch Sandmücken bei einem Stich übertragen. Tiere, die mit auf Reise gehen, sollten daher unbedingt vor einer Übertragung des Erregers durch die Blutsauger geschützt werden. Wir haben fünf wissenswerte Fakten zur Leishmaniose und wie Hundehalter ihr Tier vor einer Infektion schützen können zusammengestellt:

1.    Die Sandmücke als Überträger
Hunde infizieren sich über den Stich der Sandmücke mit dem Erreger der Leishmaniose. Sandmücken tragen den Namen wegen ihrer gelbbraunen Färbung – nicht, weil sie sich im Sand aufhalten. Dort – also in Strandnähe -sind sie sogar eher selten zu finden.

2.    Ferienwohnung statt Campingplatz
Sandmücken sind dämmerungs- und nachtaktiv und fliegen in der Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Da sie sehr windanfällig sind, trifft man sie eher in Bodennähe an und kaum oberhalb des ersten Stockwerks. In Risikogebieten (siehe Verbreitungskarte) sind deshalb oberhalb gelegene Ferienwohnungen als Urlaubsdomizil für Hundehalter ausnahmsweise besser geeignet als ein naturnaher Campingplatz.

3.    Lange Inkubationszeit
Erst Wochen nach der Infektion kann die Leishmaniose im Blut des Hundes nachgewiesen werden. Bei Verdacht auf eine Infektion sollte diese Zeitspanne unbedingt berücksichtigt werden. Dies spielt nicht nur bei Mitnahme von Hunden in den Urlaub, sondern auch bei der Adoption von Auslandshunden eine Rolle. Die Expertenorganisation ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) empfiehlt, bei Hunden ohne Krankheitsanzeichen frühestens acht Wochen nach Eintreffen in Deutschland die Untersuchung einer Blutprobe auf Antikörper. Da die Leishmaniose verzögert auftreten kann, sind lauf ESCCAP weitere Untersuchungen im Abstand von z.B. sechs Monaten ratsam. Bis zum Ausbruch der Erkrankung können Jahre vergehen.

4.    Bestimmte Hunde sind besonders gefährdet
Besonders junge und alte Hunde sowie Hunde der Rassen Boxer, Cockerspaniel, Rottweiler und Deutscher Schäferhund erkranken nach einer Infektion mit dem Leishmaniose-Erreger häufiger an der gefährlichen Infektionskrankheit als andere Tiere. Dies konnten Forscher in Untersuchungen belegen. Warum das so ist, ist allerdings noch nicht endgültig geklärt.

5.    Impfung allein reicht nicht
Es gibt zwar eine Impfung gegen die Leishmaniose, die das Erkrankungsrisiko verringert, darüber hinaus sollten aber auch andere Maßnahmen ergriffen werden, um Hunde vor Sandmücken und ihren Stichen zu schützen. Hundehalter können beispielsweise eine Ferienwohnung wählen, deren Fenster und Türen mit engmaschigen Mückennetzen geschützt sind und vermeiden, dass sich ihr Hund während der Dämmerung im Freien aufhält.

Zusätzlich sollten Hundehalter mit speziellen Anti-Parasitenmitteln vorbeugen. Empfehlenswert sind Präparate, die die Sandmücken am besten bereits am Stich hindern, denn so wird das Risiko für eine Übertragung des Leishmaniose-Erregers stark minimiert. Solch abwehrende (=repellierende) Parasitenschutzmittel gibt es in der Tierarztpraxis und in der Apotheke in Form von Spot-ons oder Halsbändern. Ein weiterer Pluspunkt: Bei einigen Präparaten werden so nicht nur Mücken, sondern auch Zecken abgewehrt. Wichtig ist also, das Infektionsrisiko für Leishmaniose durch Sandmücken zu verringern (z.B. mit Seresto® von Bayer)

 

 


 


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