Wissenschaftler warnen: 2018 ist ein Zeckenjahr

Wissenschaftler warnen: 2018 ist ein Zeckenjahr

Zeckenjahr 2018 - Zecken im Fokus

2018 wird es besonders viele Zecken geben, warnt das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung1. Privatdozent Dr. Gerhard Dobler vom DZIF sagt dazu: „In diesem Jahr ist das Risiko insgesamt besonders hoch. Wir werden die höchste Zahl an Zecken in den letzten zehn Jahren haben.“ Mit der hohen Zahl der Blutsauger steigt auch das Risiko für Mensch und Tier, sich bei einem Zeckenstich mit Krankheiten anzustecken. Bei Menschen sind vor allem die von Zecken übertragene Hirnhautentzündung (FSME) sowie die Borreliose gefährlich, bei Hunden können Zecken u.a. Anaplasmose, Babesiose und in bestimmten Ländern Ehrlichiose übertragen.

Menschen können sich mit speziellen Sprays aus der Apotheke und langer Kleidung einigermaßen vor den Blutsaugern schützen. Gegen FSME gibt es außerdem eine vorbeugende Impfung. In jedem Fall wichtig: Wer viel im Garten oder in der Natur unterwegs ist, sollte sich jeden Abend nach Zecken absuchen und gefundene Blutsauger so schnell wie möglich entfernen. Denn je schneller eine Zecke entfernt wird, umso geringer ist die Gefahr einer Krankheitsübertragung. 

Dasselbe gilt im Übrigen für unsere vierbeinigen Begleiter. Auch sie sollten nach Spaziergängen auf Zecken untersucht werden.

Tipp von parasitenfrei.de: Abwehrenden Schutz verwenden!

Für Hunde gibt es spezielle Präparate, die Zecken nicht nur abtöten, sondern zusätzlich auch abwehren. Sogenannte repellierende Zeckenschutzmittel sind als zugelassene Tierarzneimittel in der Apotheke und beim Tierarzt beispielsweise in Form von Spot-ons oder Halsbändern (z.B. das Seresto® Hundehalsband von Bayer) erhältlich. Einmal aufgetragen bzw. angelegt, verteilen sich die Wirkstoffe über den natürlichen Fettfilm von Haut und Haaren auf der gesamten Hautoberfläche des Tieres. So können die meisten Zecken bereits abgewehrt werden, wenn sie mit dem Wirkstoff in Berührung kommen – also bevor sie zustechen können. Viele repellierende Tierarzneimittel haben außerdem eine abtötende Wirkung auf Zecken. Der Kontakt mit dem Wirkstoff reicht in der Regel aus, um die Zecke dauerhaft unschädlich zu machen und abzutöten, so dass der Blutsauger auch kein anderes Lebewesen mehr gefährden kann.

Abwehrende Zeckenmittel sind auch im Interesse des Menschen

Abwehrende und abtötende Zeckenpräparate bei Hunden dienen indirekt auch dem Schutz des Menschen. Wenn die Zecke auf dem behandelten Tier umherkrabbelt, nimmt sie genug Wirkstoff auf, um in der Regel vor dem Stich abgewehrt zu werden. Im Anschluss wird sie wirksam abgetötet. So kann verhindert werden, dass ein Hund Zecken mit ins Haus schleppt und die Parasiten dort auf den Menschen übergehen. Bei einem nicht geschützten Tier ist dies dagegen schnell passiert, da Zecken häufig eine ganze Weile auf dem Hund herumkrabbeln, bevor sie zustechen und Blut saugen. Während ihrer Wanderschaft durch das Fell können sie vom Hund weggekratzt werden oder sie können sich jederzeit selbst zu Boden fallen lassen – auch in der Wohnung – und anschließend den Menschen befallen. Behandelt man seinen Vierbeiner jedoch konsequent mit abwehrenden und abtötenden Zeckenpräparaten, wird dieses Risiko für den Menschen indirekt verringert. 

Weiterführende Artikel zum Thema:

In der Mediathek gibt es unterhaltsame Videos von Zeichentrickhund Buddy. Darin erklärt er unter anderem die Gefahr von Parasitenstichen und die Unterschiede der verschiedenen Antiparasitenmittel auch noch einmal ausführlich aus Hundesicht:

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1 Pressemeldung des DZIF vom 28. Juni 2018: Wissenschaftler alarmieren: 2018 wird ein „Zecken-Jahr“.


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