Schon gewusst?

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Zuerst entwurmen, dann impfen!

Impfungen sind für Hunde und Katzen eine wichtige Basis für ein gesundes Leben. Den ersten Schritt hierfür bildet die Grundimmunisierung, die im Welpenalter beginnt und nach rund einem Jahr abgeschlossen ist. Danach sind Auffrischungsimpfungen in festgelegten Abständen sinnvoll, um den Vierbeiner möglichst ein Leben lang vor gefährlichen Krankheiten zu schützen. Doch was viele nicht wissen: Leidet das Tier unter einem Wurmbefall, kann die Impfung eventuell nicht ihre volle Wirkung entfalten. Deswegen sollten Hunde und Katzen etwa 2 bis 3 Wochen vor jeder Impfung entwurmt werden.

Wie wirkt sich ein Wurmbefall auf eine Impfung aus?

Bei einer Impfung wird der Organismus von Hunden und Katzen gezielt mit bestimmten Krankheitserregern bzw. Teilen davon, z. B. denen der Tollwut, Staupe oder von Katzenschnupfen, in Berührung gebracht. Die Erreger sind dabei so abgeschwächt, dass sie vom Immunsystem zwar noch als gefährlich erkannt werden, jedoch zu keiner bedrohlichen Erkrankung führen können. Das Immunsystem kann so quasi trainieren, wie es auf entsprechende Erreger reagieren muss und spezifische Abwehrzellen bilden. Bei einer späteren Infektion mit dem Erreger, ist dann eine direkte Abwehrreaktion des Körpers möglich.

Sind Hunde und Katzen bei einer Impfung von Würmern befallen, kann dieses körpereigene „Training“ nicht richtig durchgeführt werden. Denn der Organismus ist durch den Wurmbefall bereits anderweitig beansprucht. Außerdem gibt es sogar spezielle Wurmarten, die gezielt bestimmte Anteile des Immunsystems unterdrücken können, die für eine Reaktion des Immunsystems gegenüber Bakterien und Viren wichtig sind.

Wie gelangen die Würmer in die Tiere?

Kätzchen und Hundewelpen haben leider ein relativ hohes Risiko, von Würmern – meist Spul- oder Hakenwürmern – befallen zu werden. Leidet etwa das Muttertier an einem Wurmbefall, kann es leicht passieren, dass deren Larven direkt an den Wurf weitergegeben werden, z.B. durch die Muttermilch, bei Hunden sogar bereits im Mutterleib. Daher sollten die Jungtiere auch frühzeitig entwurmt werden, denn ihr Organismus ist in der Entwicklungs- und Wachstumsphase hochsensibel. Solange die Welpen gesäugt werden, sollten sie alle zwei Wochen zusammen mit der Mutter eine Wurmkur erhalten. Auch die Entwurmung tragender Katzen und Hündinnen ist mit speziellen Wurmpräparaten möglich.

Bei ausgewachsenen Hunden und Katzen ist das Risiko, von Würmern befallen zu werden, unterschiedlich hoch. Ein Jagdhund mit freiem Auslauf ohne Aufsicht hat beispielsweise ein höheres Risiko als ein Stubentiger, der in einer Etagenwohnung lebt. Doch selbst reine Wohnungskatzen sind nicht automatisch vor einem Wurmbefall geschützt. So haben Studien gezeigt, dass Katzenhalter infektiöse Wurmstadien an ihren Schuhen in die Wohnung tragen können, an denen sich ihre Katzen dann mit Würmern anstecken.

Fazit: Wer möchte, dass eine Impfung ihre volle Wirkung entfalten kann, sollte darauf achten, dass das eigene Tier zum Impfzeitpunkt gesund ist und keine Würmer hat. Wird der Impftermin etwa 2-3 Wochen nach der letzten Entwurmung vereinbart, kann sich der Impfschutz ungehindert aufbauen.

 


 


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