Flöhe systematisch bekämpfen mit dem 4-Punkte-Programm

Flöhe systematisch bekämpfen mit dem 4-Punkte-Programm

Ein akuter Flohbefall ist für betroffene Hunde und Katzen nicht nur lästig – er kann zugleich auch gesundheitliche Folgen haben. Wird ein Befall nicht konsequent behandelt, kann er sich zu einer langanhaltenden Plage ausweiten. Zugleich besteht immer auch die Gefahr der Übertragung mit unerwünschten Krankheitserregern. Tierhalter sollten ein akutes Flohproblem deshalb gezielt und vor allem systematisch angehen.

Wie eine solche systematische Flohbekämpfung aussehen kann und was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier. Das im Folgenden vorgestellte „4-Punkte-Programm“, hat sich bei der Flohbekämpfung bestens bewährt.

Punkt 1: Flohbekämpfung am Tier

Ist ein akuter Befall bei Hund oder Katze diagnostiziert, sollte jede umfassende Behandlung mit einer Bekämpfung der ausgewachsenen Flöhe im Fell des geplagten Tieres beginnen. Da ausgewachsene und geschlechtsreife Flohweibchen bereits wenige Stunden nach der ersten Blutaufnahme mit der Paarung und anschließend mit der Eiablage beginnen, sollten Tierhalter so früh wie möglich behandeln.

Eine wichtige Eigenschaft entsprechender Anti-Flohmittel ist ein schneller Wirkeintritt, der trächtigen Flohweibchen keine Zeit zur Eiablage lässt. Geeignete Mittel sind in unterschiedlichen Darreichungsformen wie Spot-On-Präparate (z. B. Advantage ®), Halsband (für Hunde z. B. Seresto ®) oder Shampoo (z. B. Bolfo ® Flohschutz-Shampoo) erhältlich.

Punkt 2: Flohprophylaxe am Tier

Ein Flohbefall bei Hund oder Katze wird von Halter nicht immer direkt bemerkt. So kann es geschehen, dass die Flohbrut bereits mit dem Legen von Eiern begonnen hat, bevor erste Gegenmaßnahmen durch Tierarzt und Halter eingeleitet werden können. Die Eier verteilen sich nach der Ablage in der Wohnung und die kurze Zeit später schlüpfenden Larven verkriechen sich in unzugängliche Verstecke. Selbst wenn also ein Flohbefall am Tier bereits nach wenigen Tagen mithilfe geeigneter Produkte angegangenen wird, so geschieht es nicht selten, dass es nach Wochen und Monaten zu einem erneuten Befall von Hund und Katze kommen kann – wenn Tierhalter hier nicht vorsorgen. Durch eine entsprechende Prophylaxe können Tierhalter einem erneuten Befall zuvorkommen. Da sich Flohlarven, je nach Jahreszeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit unterschiedlich schnell entwickeln, sollten Hund und Katze das ganze Jahr hindurch regelmäßig gegen Flöhe behandelt werden.

Die Prophylaxe kann mithilfe von Spot-On-Präparaten  (z. B. Advantage ®) oder Halsbändern (z. B. Bolfo ® Zecken- und Flohschutzband oder Seresto ® Halsband für Hunde) erfolgen.

 

Punkt 3: Flohbekämpfung in der Umgebung

Parallel zur Behandlung am Tier ist es wichtig, die direkte Umgebung von Hund und Katze ebenfalls von Flöhen zu befreien (siehe Punkt 2). Hierzu sollte die Wohnung regelmäßig gründlich gereinigt werden. Böden sollten geputzt, Teppiche und Polster gesaugt sowie Kissen und Decken gewaschen werden. Nach dem Staubsaugen ist es wichtig, den Beutel gut verschlossen zu entsorgen bzw. ihn zu verbrennen oder einzufrieren, um ein Entkommen der Flöhe zu verhindern. Potentiell mit Floheiern und -larven befallene Kissen und Decken sollten bei mindestens 60°C gewaschen werden. Alternativ können auch diese eingefroren werden.
Flankiert werden sollte die Behandlung allerdings auch immer mithilfe geeigneter Anti-Flohpräparate, mit deren Hilfe Eier und Larven auch in verwinkelten Ecken, Ritzen und Spalten bekämpft werden können.

Um einen kompletten Raum zu entflohen, können Flohmittel-Vernebler (z. B. Bolfo ®-Fogger) eingesetzt werden. Für die gezielte Behandlung z. B. bei Sofas, der Schlafstätte des Tieres oder schwer zugänglichen Bereichen empfiehlt sich ein Umgebungsspray (z. B. Bolfo ® Umgebungsspray oder Tamirex ® Plus).

Punkt 4: Bekämpfung des Bandwurms

Flöhe sind potentielle Überträger des Gurkenkernbandwurms (Dipylidium caninum). Da ein Flohbefall demnach immer zugleich auch die Möglichkeit der Ansteckung mit dem Bandwurm beinhaltet, sollte nach einem Flohbefall stets eine Bandwurmkur erfolgen.

Entsprechende Entwurmungsmittel, die gegen Bandwürmer und verwandte parasitär lebende Würmer wirken, sind in Tablettenform oder als Spot-On-Präparat beim Tierarzt oder tierarzneimittelführenden Apotheken erhältlich.

Zeichen, die auf einen Flohbefall hindeuten:

  • Dunkle Krümel im Fell bzw. der direkten Umgebung (= Flohkot)
  • Hautrötungen bzw. Pusteln (v. a. an Bauch oder Schenkeninnenseite)
  • Unruhe und mitunter heftiger Juckreiz beim Tier
  • Fellschäden bzw. Hautverletzungen (als Folge des Kratzens)
  • Großflächiger Haarausfall und Verdickung der Haut (im fortgeschrittenen Stadium)
     

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