Zeckurity – Die Zecke zur Strecke bringen

Zeckurity – Die Zecke zur Strecke bringen

Es ist ein leidiges und immer wiederkehrendes Thema: Jedes Frühjahr steigt die Zeckenaktivität rasant an, und Hundehalter wie Hunde können das Gassi gehen ohne wirksamen Zeckenschutz kaum genießen. Zecken lassen sich von Grashalmen oder Buschzweigen auf das Tier abstreifen und begeben sich auf die Suche nach einer geeigneten Stelle für den Stich. Das Problem: Zeckenstiche sind nicht nur lästig, sondern die Spinnentiere können auch gefährliche Krankheitserreger auf den Hund übertragen.

„Repellierend“ sollte es sein
Die neue Zeckenschutz-Kampagne „Zeckurity“ zeigt, worauf es bei Zeckenpräparaten ankommt: Sie sollten über eine repellierende und abtötende Wirkung verfügen. „Repellieren“ heißt „abwehren“ – das bedeutet, die meisten Zecken können durch den Wirkstoff bereits am Stich gehindert werden und werden anschließend rasch abgetötet.

Wie werden Hunde durch ein Zeckenpräparat mit repellierender und abtötender Wirkung geschützt? Antworten in diesem Video.

Die Zecke auf der heißen Herdplatte
Wie funktioniert die Zeckenabwehr? Kommt die Zecke in Kontakt mit dem behandelten Hundefell, reizt der Wirkstoff die Nervenenden der Füße und der Parasit zieht die Füße zurück – bildlich lässt sich dieser sogenannte „Hot-Foot-Effekt“ mit dem Verhalten auf einer heißen Herdplatte veranschaulichen. In der Folge fällt die so bereits geschädigte Zecke vom Hund ab und stirbt bald darauf. So kann sie auch auf keinen anderen Wirt übergehen.

Übertragung von Krankheitserregern eindämmen 
Die Übeltäter – Gemeiner Holzbock und Auwaldzecke – sind weit verbreitet. Neben ihrem häufigen Vorkommen und der zunehmendem Ausdehnung ihres Aktivitätszeitraums sind vor allem die von Zecken übertragenen Erreger von Bedeutung. Je nach Urlaubsland sollte aufgrund bestimmter dort verbreiteter Erreger unbedingt auch die Braune Hundezecke beachtet werden. Teils unmittelbar nach dem Stich, teils nach wenigen Stunden oder Tagen gehen die Erreger auf den Hund über und können Erkrankungen wie Anaplasmose und Ehrlichiose auslösen: Dabei werden u.a. rote bzw. weiße Blutkörperchen befallen und das Immunsystem des Hundes geschwächt. In der Folge kann es zu Symptomen wie Fieber, Mattheit oder Appetitlosigkeit kommen, manche Erkrankungen verlaufen sogar tödlich.

Träufeln oder anlegen
Bei Tierarzneimitteln gegen Zecken sollten Hundehalter daher auf eine repellierende und abtötende Wirkung Wert legen, um Zecken gar nicht erst zum Stich kommen zu lassen. Entsprechende Zeckenpräparate gibt es beim Tierarzt als Spot on-Lösungen verschiedener Hersteller zum Träufeln in den Nacken des Hundes – und zusätzlich auch in der Apotheke das Seresto®-Halsband für Hunde.

Wenn Sie diesen Beitrag und den Artikel über „Zecken-Mythen“ gelesen haben, sind die Antworten im Frühjahr-Gewinnspiel sicher ein Leichtes – hier können Sie mitmachen.