Dirofilarien

Dirofilarien icon_hund_katze.gif Dirofilarien

Dirofilarien, zu denen der Herzwurm (Dirofilaria immitis) und Dirofilaria repens gehören, befallen vorwiegend den Hund, seltener auch Katzen. Besonders Dirofilaria repens ist darüber hinaus in der Lage, den Menschen zu besiedeln, wie es im vor allem aus dem Norden Italiens wiederholt berichtet wurde.

Bei beiden Arten erfolgt die Übertragung durch Moskitos, die mit dem Stich eines infizierten Tieres die Larven aufnehmen und diese beim nächsten Stich weitergeben können. Daher besteht eine Möglichkeit des Schutzes vor diesen Fadenwürmern in der Abwehr des Blutsaugers.

Herzwurm

Herzwurm in einem Blutausstrich

Der Herzwurm wird bis zu 30 Zentimeter lang und lebt in den großen Blutgefäßen von Herz und Lunge des Hundes. Nach dem Stich eines infizierten Moskitos wandert die Larve oft für mehrere Monate im Hundekörper herum, bevor sie ihr Ziel erreicht. In dieser Zeit durchläuft sie mehrere Larvenstadien. Im Herzen bzw. in der Lunge angekommen, beißt sich die Larve in den Blutgefäßen fest und wächst zum fertigen Wurm heran.

Ein leichter Befall verläuft meist ohne Symptome. Je mehr Würmer jedoch in den Gefäßen siedeln, desto schlechter wird die Blutversorgung, und es kommt zu Leistungseinschränkung, Apathie, Blutarmut und im schlimmsten Fall Herzversagen. Ein starker Befall in der Lunge wird durch ein Husten und Keuchen des Hundes bemerkbar.

Herzwürmer sind in Süd- und Osteuropa sowie in den Vereinigten Staaten weit verbreitet. Daher sollten Tierbesitzer bei Reisen mit dem Hund in diese Länder vorsichtig sein und die entsprechenden Schutzvorkehrungen treffen (siehe Entwurmung und Parasitenschutz).

Dirofilaria repens

Auch D. repens wird häufig in Osteuropa sowie im Mittelmeerraum per Moskitostich verbreitet. Allerdings ist die Erkrankung nicht so gefährlich wie die Herzwurmerkrankung, da D. repens zumeist unter der Haut lebt. Der Befall wird durch Knoten sichtbar.


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