Fuchsbandwurm

Fuchsbandwurm icon_hund.gif Fuchsbandwurm

Der Kleine Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) ist ein in unseren Breiten sehr häufig vorkommender, nur 1 bis 2 Millimeter großer Bandwurm des Fuchses, der Hunde und seltener auch Katzen befallen kann. Für diese ist er in der Regel nicht besonders gefährlich, es sei denn, es kommt zu einem massiven Befall des Darmes und den damit verbundenen Nahrungsentzug durch die Bandwürmer. Sein naher Verwandter, der Hundebandwurm (Echinococcus granulosus) kommt dagegen nicht im deutschen Sprachraum vor, wohl aber in Süd- und Osteuropa. In Deutschland sind je nach Region bis zu 80 Prozent (Landkreis Starnberg, Bayern) der Füchse mit dem Bandwurm infiziert (Endemiegebiete), siehe Karte.

Das Besondere des Fuchsbandwurms besteht darin, dass seine Larve, die normalerweise Mäuse und andere kleine Nagetiere befällt, auch den Menschen als Zwischenwirt nutzen kann und zu einer sehr schweren Erkrankung, der alveolären Echinokokkose, führen kann. Die Fuchsbandlarven vermehren sich allmählich zumeist in der Leber, so dass es zu tumorähnlichen Wucherungen kommt, die das Organ im laufe von Jahren zerstören.

Befallsrate in Deutschland

Echinokokken-Eier sind staubfein, sehr widerstandsfähig und können nur durch Erhitzen abgetötet werden (Kochen oder Braten über mindestens fünf Minuten bei 60°C bis 80°C). Tiefgefrieren oder übliche Desinfektionsmittel töten die Eier dagegen nicht. Im Freien bleiben die Wurmeier über mehrere Monate hinweg infektiös und können, etwa beim Verzehr von ungewaschenen Waldfrüchten, auch vom Menschen verschluckt werden. Um zu vermeiden, dass sich der Fuchsbandwurm in Hunden vermehren kann und so in die Nähe des Menschen gelangt, sollte eine Entwurmung in allen Endemiegebieten regelmäßig bei Hunden durchgeführt werden.


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