Haarlinge

Haarlinge icon_hund_katze.gif Haarlinge

Haarlinge sind eine Untergruppe der Läuse, ernähren sich aber im Unterschied zu den klassischen Tierläusen nicht von Blut, sondern Hautschuppen und Haaren, die sie mit ihren kräftigen Kiefern zerkleinern (daher werden sie auch als Kieferläuse bezeichnet).

Haarling (vergrößert dargestellt)

Sie ähneln Tierläusen, sind aber wesentlich kleiner (2 Millimeter und weniger) und nehmen im Laufe ihres Lebens eine gelbe Färbung an. Auch Haarlinge besitzen eine ovale Körperform, aber aufgrund ihres gut ausgebildeten Kiefers einen größeren Kopf. Die krabbelnden Haarlinge irritieren ihren Wirt und führen zu häufigem Jucken. Neben den dadurch entstehenden Wunden, die sich entzünden können, können Hunde und Katzen durch einen Haarlingsbefall auch Bandwürmer erhalten.

Vorkommen

Die Parasiten können ohne Wirt nicht lange überleben und verbleiben daher während ihres ganzen Lebens im Fell. Hundehaarling und Katzenhaarling sind wirtsspezifisch, das heißt, ein Wechsel der Wirtsart etwa zum Menschen findet nicht statt. Allerdings wechseln sie leicht innerhalb der Arten.

Aktivität

Haarlinge sind durchgehend aktiv, da sie auf einem warmen Säugetier wohnen und Nahrung im Überfluss finden.

Bekämpfung und Vorbeugung

Haarlinge müssen bekämpft werden, da sie von Katze und Hund als lästig empfunden werden und die Gefahr einer Bandwurmübertragung besteht. Generell sollten Haustierbesitzer die notwendigen Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Haarlingen anwenden. Für die Entfernung von Haarlingen stehen effektive Medikamente zur Verfügung.

Lebensweise und Entwicklungszyklus

Die weiblichen Tiere legen am Grunde der Haare bis zu 100 Eier, die sie mit einer gelblichen Masse festkleben. Aus den Eiern entwickeln sich Haarlingslarven und später die ausgewachsenen Haarlinge, die anfangs farblos und später bräunlich gefärbt sind. Die gesamte Entwicklung dauert ca. 30 Tage.


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