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Durch Würmer verursachte Erkrankungen der Katze

Durch Würmer verursachte Erkrankungen der Katze icon_katze.gif Durch Würmer verursachte Erkrankungen der Katze

Die meisten Wurmarten befallen Katzen, indem die Vierbeiner beim Schnuppern oder Fressen Wurmeier oder Wurmlarven aufnehmen. Dies gilt für:

Bandwürmer Hakenwürmer Spulwürmer


Manche Wurmarten werden durch Parasiten in den Körper der Katze geschleust. Hierzu zählt der

Gurkenkernbandwurm Herzwurm  

Bandwürmer

Eine geringe Anzahl von Bandwürmern wird zumindest von ausgewachsenen Katzen toleriert, ohne dass es zu Krankheitssymptomen kommt. Erst der massive Befall führt zu Mangelversorgung und Verdauungsproblemen.

Vorkommen

Bandwürmer wie der Gurkenkernbandwurm oder die zahlreichen Mitglieder der Taenia -Familie kommen weltweit vor. Bandwürmer treten erst dann auf, wenn die Tiere begonnen haben, festes Futter zu sich zu nehmen.

Symptome

Massiver Bandwurmbefall verursacht Verdauungsbeschwerden und Mangelversorgung der Katzen, die sich in vermindertem Leistungsvermögen, Lethargie, Anfälligkeit für Krankheiten aber auch glanzloses, struppiges Fell äußern kann. Verstopfungen und Darmverschluss können auftreten. Wenn die mobilen Bandwurmsegmente den Darm verlassen, kann es im Analbereich zu einem starken Juckreiz kommen.

Behandlung und Vorbeugung

Bandwürmer lassen sich durch moderne Wurmmittel einfach und effektiv entfernen. Werden diese Mittel im Rahmen einer regelmäßigen Entwurmung alle drei Monate verabreicht, können auch keine neu verschluckten Wurmeier oder -larven zu ausgewachsenen Würmern heranwachsen.

Gefahren für den Menschen

Bandwurminfektionen, wie etwa durch die Larven des Gurkenkernbandwurms, können auch auf den Menschen übergehen. Gefährdet sind vor allem Kinder, die nicht die hygienischen Maßnahmen berücksichtigen.

Hakenwürmer

Hakenwürmer beißen sich in der Darmschleimhaut ihrer Wirte fest und ernähren sich vom Blut der Katze. Der Blutverlust kann beträchtlich sein, denn ein einziges Hakenwurmweibchen kann pro Tag bis zu 0,5 Milliliter Blut aufnehmen. Charakteristisch für Hakenwürmer ist der Infektionsweg über die Haut des Wirtes. Aber auch das Verschlucken einer Larve kann zur Besiedelung des Katzendarms führen.

Vorkommen

Hakenwürmer kommen in Mittel- und Südeuropa vor. Eine Studie bei Tierärzten in Ost-Brandenburg fand bei 17 Prozent aller untersuchten Katzen Hakenwürmer der Art Anyclostoma tubaeforme beherbergten.

Symptome

Geringe Befallsraten an Hakenwürmern werden ohne Krankheitsanzeichen der Katze toleriert, erst bei massivem Befall kann es zu schweren Schädigungen kommen. Dazu zählt vor allem der Blutverlust, der zum Tod des Tieres führen kann. Der Hakenwurmbefall wird durch Blut im Kot oder Dunkelfärbung der Exkremente deutlich. Daneben können Hakenwurmlarven, die über die Haut (meist an den Pfoten) in die Katze eindringen, Hautentzündungen und Gewebeschäden verursachen.

Behandlung und Vorbeugung

Hakenwürmer lassen sich durch moderne Wurmmittel einfach und effektiv entfernen. Werden diese Mittel im Rahmen einer regelmäßigen Entwurmung alle drei Monate verabreicht, können auch keine neu verschluckten Wurmarven zu ausgewachsenen Würmern heranwachsen. Die fachgerechte Entwurmung von jungen Kätzchen sollte zuvor mit dem Tierarzt durchgesprochen werden.

Spulwürmer

Ein Befall durch Spulwürmer wie Toxocara cati beginnt durch das Verschlucken der infektiösen Wurmlarven. Während eine geringe Anzahl von Würmern bei erwachsenen Katzen meist keine Symptome verursacht, kann ein massiver Befall das Tier schädigen. Vor allem junge Kätzchen sind durch Wurmbefall gefährdet, und Toxocara cati kann mit der Muttermilch übertragen werden.

Vorkommen

Toxocara cati kommt weltweit vor. Aufgrund der hohen Widerstandsfähigkeit von Eier und Larven müssen heutzutage viele Parks und Spielplätze als wurmverseucht angesehen werden.

Symptome

Die Schäden, die Würmer bei ihren Wirten verursachen, sind sehr vielfältig und richten sich nach dem Ausmaß des Befalls und dem Larvenstadium des Spulwurms. Die Anwesenheit im Darm wird oft symptomlos toleriert, kann aber auch zur Mangelversorgung der Katzen mit wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen und anderen Vitalstoffen führen und in der Folge zu vermindertem Leistungsvermögen, Apathie, Anfälligkeit für Krankheiten und glanzlosem, struppigem Fell. Der massive Befall führt zu Verstopfungen im Darmbereich bis hin zum Verschluss der Gallengänge. Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, Blut im Kot und Blutarmut sind die Folge. Spulwurmlarven, die durch den Körper wandern, können Organe wie etwa Nieren, Leber und Lunge schädigen oder zu Sehstörungen führen, wenn sie sich in den Augen einnisten.

Besonders junge Katzen leiden unter einem Spulwurmbefall. Nichtbehandelte Tiere zeigen einen charakteristischen aufgetriebenen Bauch („Wurmbauch“) und weisen erhebliche Wachstumsstörungen auf. Der Befall der Lunge durch wandernde Spulwurmlarven hat oft eine lebensgefährliche Lungenentzündung zur Folge.

Behandlung und Vorbeugung

Spulwürmer lassen sich durch moderne Wurmmittel einfach und effektiv entfernen. Werden diese Mittel im Rahmen einer regelmäßigen Entwurmung alle drei Monate verabreicht, können auch keine neu verschluckten Wurmarven zu ausgewachsenen Würmern heranwachsen. Die fachgerechte Entwurmung von Jungtieren sollte mit dem Tierarzt begesprochen werden.

Gefahr für den Menschen

Spulwürmer der Toxocara -Familie können den Menschen befallen und dort die schwere Toxocariasis verursachen.

Gurkenkernbandwurm

Der Gurkenkernbandwurm ( Dipylidum caninum ) lebt im Verdauungstrakt und ernährt sich vom Nahrungsbrei des Vierbeiners. Dort spaltet er auch seine Bandwurmglieder ab, die den Darm als bewegliche kleine Segmente verlassen und die Wurmeier enthalten. Ein Befall der Katze verläuft weitgehend symptomlos. Nur bei einem starken Befall des Gurkenkernbandwurmes kommt es zu Verdauungsstörungen.

Überträger

Die Bandwurmlarven siedeln im Darm von Flöhen, wie dem Katzenfloh , sowie in Haarlingen, die allerdings seltener vorkommen. Verschluckt die Katze bei der Fellpflege die infizierten Parasiten, können sich die Wurmlarven im Darm befreien und an der Darmwand festsetzen. Daher gilt die Regel, dass eine effektive Flohbekämpfung gleichzeitig auch meist vor dem Befall mit Gurkenkernbandwürmern schützt. Umgekehrt kann von einem Gurkenkernbandwurmbefall auch auf die Anwesenheit von Flöhen bzw. Haarlingen in der näheren Umgebung geschlossen werden.

Vorkommen

Wie seine Flohüberträger kommt der Gurkenkernbandwurm weltweit vor. Da der Flohbefall in der zweiten Jahreshälfte meist stärker ist, wird auch die Gefahr einer Bandwurminfektion in diesem Zeitraum größer sein.

Symptome

Der Befall verläuft meist symptomlos. Erst bei einer großen Wurmzahl oder im Falle von jungen oder geschwächten Tieren kann es zu Verdauungsstörungen einschließlich Durchfall, wechselndem Appetit oder Darmkrämpfen kommen. Die beweglichen, reiskornähnlichen Bandwurmglieder verursachen einen starken Juckreiz am Darmausgang, die die Katze durch häufiges Lecken oder Herumrutschen auf rauem Boden zu lindern sucht („Schlittenfahren“ oder „Schlittern“).

Behandlung und Vorbeugung

Bandwürmer wie der Gurkenkernbandwurm lassen sich durch moderne Wurmmittel einfach und effektiv entfernen. Werden diese Mittel im Rahmen einer regelmäßigen Entwurmung alle drei Monate verabreicht, können auch keine neu verschluckten Wurmlarven zu ausgewachsenen Würmern heranwachsen. Eine zweite vorbeugende Maßnahme besteht in der Vermeidung eines Floh- und Haarlingsbefalls, so dass die Wurmlarven erst gar nicht in die Nähe der Katze gelangen.

Gefahr für den Menschen

Gurkenkernbandwürmer können bei versehentlichem Verschlucken auch im Darm von Menschen heranwachsen. Gerade Kinder sind gefährdet, wenn sie mit infizierten Haustieren spielen und schmusen.

Herzwurm

Erreger

Der Herzwurm ( Dirofilaria immitis ) aus der Gruppe der Dirofilarien wird als Larve auf ein Wirtstier übertragen und reift dort zum ausgewachsenen Tier heran, das sich in den großen Blutgefäßen der Lunge festsetzt. Im weiteren Verlauf können die Würmer in die Herzgefäße bzw. -vorhöfe einwandern und dort überleben. Da diese Würmer zwischen 20 und 30 Zentimeter groß werden, verursachen sie einen erheblichen Blutstau und damit eine Mangelversorgung.

Überträger

Die Herwurmlarve wird durch den Stich bestimmter Moskitoarten übertragen. Wie andere Mücken auch, können diese Stechmücken die Wurmlarven nur nach dem Stich eines infizierten Organismus auf ein neues Opfer übertragen.

Vorkommen

Der Herzwurm kommt in Süd- und Osteuropa vor: In den Mittelmeerländern Italien, Spanien, Griechenland oder Frankreich ist der Herzwurm teilweise sehr häufig vertreten (so wurde in der italienischen Po-Ebene eine Befallsrate je nach Region und Untersuchung von bis zu 68 Prozent der Hunde berichtet). Auch auf der Balkanhalbinsel sowie in der Slowakei und in Rumänien ist er anzutreffen. Herzwürmer sind außerdem in den USA sehr weit verbreitet sowie in Kanada, Australien und in Südostasien (inklusive Japan).

Symptome

Katzen werden im Allgemeinen nur von wenigen Herzwürmern befallen, und diese können anstelle von Herz und Lunge auch irrtümlich in andere Organe gelangen. Die klinischen Anzeichen sind meist recht unterschiedlich, wenn denn überhaupt welche auftreten. Eine Herzwurmerkrankung kann erkannt werden, wenn die jungen Würmer das Herz erreichen oder sich aufgrund toter Parasiten Lungenembolien bilden. Weitere Symptome sind allgemeine Schwäche, Antriebs- und Teilnahmslosigkeit, Gewichtsverlust, Erbrechen und Atemnot. Ein schwerer Verlauf kann genau wie beim Hund den Tod des Tieres zur Folge haben.

Behandlung und Vorbeugung

Herzwürmer können durch Wurmmittel wirkungsvoll bekämpft und abgetötet werden. Allerdings darf mit dem Einsatz nicht gewartet werden, bis sich die ausgewachsenen Würmer in der Lunge festgesetzt haben, denn die absterbenden Würmer verstopfen die Blutgefäße und verursachen so gefährliche Embolien und Thrombosen. Von daher ist eine regelmäßige und rechtzeitige Entwurmung notwendig, um Herzwürmer noch im Larvenstadium nebenwirkungsfrei zu bekämpfen.


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