Klein, aber oho… So stoppen Sie den Floh!

Klein, aber oho… So stoppen Sie den Floh!

Flöhe sind wahre Weltmeister im Springen, legen unzählige Eier und vermehren sich in Windeseile. Wer eine Flohlawine in seinen eigenen vier Wänden aufhalten will, sollte daher wissen, wie eine solche entsteht und welche Art der Bekämpfung nachhaltig Erfolg verspricht.

Wen juckt’s? Eigentlich alle, die in einem Haushalt mit Flöhen leben. Denn nicht nur für unsere Hunde und Katzen sind die kleinen Blutsauger ein Problem, auch vor Menschen machen sie nicht halt. Zwar fühlen sich die Plagegeister im Fell der Haustiere pudelwohl, dort bleiben sie aber nicht unbedingt. Vor allem ihre Eier und Larven können sich weiträumig und eigentlich überall verteilen: in Teppichen, Polstern und Bodenritzen, auf Decken und Kissen, im Hundekörbchen genauso wie im Auto. Und da Flohstiche bei Hunden und Katzen u.a. zu Hautinfektionen bishin zu schweren Allergien (FAD) führen können, ist eine konsequente Bekämpfung die einzige Lösung.

Love is in the air… Die Flohfamilie wächst täglich

Theoretisch kann ein einzelnes Flohpärchen eine wahre Flohlawine verursachen. Denn ein Flohweibchen bildet im Laufe ihres mehrwöchigen Lebens bis zu 4.000 Eier. Bereits ein bis zwei Tage nach der Paarung beginnt es mit der Eiablage. Dazu legt es bis zu 50 winzige Eier täglich im Fell des Hundes oder der Katze ab. Da die Eier leicht herabfallen, verteilen sie sich überall dort, wo sich der Wirt aufhält.

Flöhe in der Wohnung - Nur konsequente Bekämpfung hilft

Nach wenigen Tagen schlüpfen aus den Eiern winzige wurmartige Flohlarven. Die Larven ernähren sich von organischen Substanzen, wie Hautschüppchen oder Flohkot, wachsen und entwickeln sich weiter, bis sie sich schließlich in einem festen Kokon verpuppen. Dort entwickeln sie sich zum fertigen Jungfloh. Wenn die Entwicklung abgeschlossen ist, verharren die Jungflöhe in einem Wartestadium in ihrem schützenden Kokon. Bis zu sechs Monate und in Extremfällen auch länger kann der Nachwuchs so ohne Nahrung überstehen. Die Jungflöhe sind im Kokon so gut geschützt, dass ihnen Kälte oder Wärme, Nässe oder Trockenheit in der Regel nichts anhaben können. Erst wenn Bodenvibrationen das Nahen eines Wirtes ankündigen, schlüpfen sie, springen auf den Wirt und nehmen ihre erste Blutmahlzeit ein.

Nach der Paarung von Weibchen und Männchen beginnt dann der Lebenszyklus der Blutsauger aufs Neue…

Flöhen den Garaus machen

Ein Flohbefall bleibt oft erstaunlich lange unbemerkt, da die winzigen Blutsauger im Fell der Tiere kaum zu sehen sind. Außerdem tolerieren einige Hunde anfangs einen Flohbefall und leiden nicht sofort unter dem Juckreiz. Je länger allerdings ein Flohbefall besteht, desto mehr Floheier, Larven und Puppen befinden sich in der Umgebung des Wirtes. In der Regel ist also meist die komplette Wohnung, vielleicht auch das Auto betroffen.

Dann hilft nur eine konsequente Bekämpfung der Parasiten mit wirksamen Präparaten:

  1. Bekämpfung der Flöhe auf dem Wirt:
    • Verwenden Sie an ihrem Haustier nur Anti-Floh-Produkte, die hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit getestet wurden.
    • Seien Sie konsequent in der Anwendung. Nur so kann eine weitere Vermehrung der Blutsauger unterbunden werden.
  2. Bekämpfung der Flöhe in der Umgebung:
    • Der Flohnachwuchs kann sich überall dort befinden, wie sich das befallene Tier aufhält. Eine sorgsame Umgebungsbehandlung ist daher wichtig.
    • Neben mechanischen Maßnahmen wie Staubsaugen, dem Waschen (60°C) und anschließendem gründlichen Trocknen von Textilien können auch chemische Mittel wie Umgebungssprays oder Vernebler (Fogger) zur Bekämpfung der Flohplage eingesetzt werden. Achten Sie genau auf die Gebrauchsanweisung dieser Produkte, um einerseits eine optimale Wirksamkeit zu erreichen und andererseits mögliche Nebenwirkungen der Mittel zu verhindern.

Ein großes Problem bei der Bekämpfung der Flohplage sind die Jungflöhe in ihrem schützenden Kokon, der häufig auch chemische Umgebungspräparate abhält. Um auch Flöhe zu erfassen, die erst ein halbes Jahr nach der Verpuppung aus dem Kokon schlüpfen, sollten Sie Ihren Hund über sechs Monate lückenlos mit einem Anti-Floh-Präparat behandeln. Besonders praktisch ist etwa das Seresto®-Halsband für Hunde, das einmal umgelegt acht Monate lang Flöhe und sogar Zecken abwehrt. So gehört die Flohplage bald der Vergangenheit an.

Wichtig: Da Flöhe Überträger des Gurkenkernbandwurms sind, sollten alle Hunde und Katzen im Haushalt bei jedem Flohbefall auch gegen Bandwürmer behandelt werden.

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