Die Milch macht’s

So schützen Sie Welpen und Kätzchen vor Würmern

Hurra, endlich Frühling! Nicht nur die Natur erwacht aus ihrer Winterruhe, es kommen in dieser Jahreszeit auch viele Kätzchen und Hundewelpen auf die Welt. In den ersten Lebenswochen versorgt die Mutter ihre Jungen in der Regel ganz allein und Muttermilch ist für kleine Tierkinder in dieser Zeit die beste Ernährung. Leider infizieren sich junge Kätzchen und Hundewelpen so aber auch häufig mit Würmern, deren Larven sie über die Muttermilch aufnehmen. Meistens handelt es sich dabei um Spulwürmer. Für einen unbeschwerten Start in ein gesundes Hunde- und Katzenleben ist daher ein effektiver Wurmschutz für das Muttertier und die Jungen von Anfang an wichtig.

Wie kommen die Würmer in die Milch?

Viele Katzen sind von Würmern befallen, ohne dass es ihre Halter bemerken. Es beginnt damit, dass eine Hündin oder eine Katze die winzig kleinen, mit bloßem Auge nicht sichtbaren Spulwurmeier aus der Umgebung oder mit der Nahrung aufnimmt. Auch im Fell können sich Wurmlarven befinden, die dann bei der Körperpflege aufgenommen werden. Aus den abgeschluckten Eiern schlüpfen im Darm des Wirtstieres Wurmlarven, die sich entweder zu adulten Würmern weiterentwickeln oder auf eine Wanderung durch den Körper begeben. Bei spät in der Trächtigkeit stattfindenden Infektionen können Larven, wie die des Spulwurmes Toxocara cati und Toxocara canis, so auch in die Gesäugeleiste der Katze bzw. der Hündin wandern und über die Milch direkt in den Körper der Tierkinder gelangen.

Folgen des Wurmbefalls

Ein Wurmbefall bei Jungtieren hat besonders schwerwiegende Folgen

Ein Wurmbefall bei Jungtieren hat besonders schwerwiegende Folgen, denn in der Entwicklungs- und Wachstumsphase ist der Organismus hochempfindlich. Mangelerscheinungen, Blutungen und Entzündungen können auftreten. Bei einem starken Befall zeigt sich manchmal ein sogenannter Wurmbauch. Wenn sich sehr viele Würmer im Darm des Jungtieres befinden, kann es sogar zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss kommen. Aufgrund der zum Teil massenhaften Ausscheidung von Eiern stellt der Wurmbefall des Jungtiers außerdem auch ein Gesundheitsrisiko für andere im Haushalt lebende Tiere und sogar den Menschen dar.

Was tun?

Der wichtigste Schutz für Mensch und Tier ist die konsequente Entwurmung aller Welpen und Kätzchen mit einem zugelassenen Wurmmittel (Anthelminthikum) aus der Tierarztpraxis. Damit sollten Muttertiere und ihre Jungen sowohl in der Trächtigkeit als auch in der Säugephase gegen Würmer und Wurmlarven behandelt werden. Bei Katzen, die oft nur ungern Tabletten schlucken, empfiehlt sich die einfache Anwendung z.B. mit einem Spot-on-Präparat, das für tragende und säugende Katzen sowie Katzenwelpen zugelassen ist und sowohl gegen ausgewachsene Würmer als auch gegen Larven wirkt. Entsprechende Produkte werden einfach auf die Haut im Nacken des Tieres aufgetragen und sind gut verträglich. Tierärzte beraten gern über geeignete Präparate und helfen bei der Erstellung eines individuellen Entwurmungsplans. Darüber hinaus sollte man den Kot aller Hunde und Katzen möglichst rückstandsfrei und hygienisch entsorgen, um die Verbreitung möglicher Wurmeier zu verringern.


Social Bookmarks