Effektiver Beitrag zum Wurmschutz: Hundekot richtig entsorgen

Effektiver Beitrag zum Wurmschutz: Hundekot richtig entsorgen

Hundekot stinkt und ist eklig – alleine deswegen sollte er entfernt werden. Doch ein Hundehaufen ist nicht nur einfach unhygienisch. In ihm können sich zum Beispiel zahlreiche infektiöse Wurmeier befinden, die ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Menschen und Tiere darstellen können. Wie Sie den Kot Ihres Vierbeiners hygienisch entsorgen und was Sie lieber nicht tun sollten, erfahren Sie hier.

Zum Wurmschutz gehoert auch die richtige Entsorgung von Hundekot

Igitt – schon wieder ein Hundehaufen! Gerade im Sommer, wenn wir alle viel Zeit im Freien verbringen, sind sie ein echtes Ärgernis. Ob auf Gehwegen, Liegewiesen oder Grünstreifen, Fußgänger müssen sich immer wieder vor ihnen in Acht nehmen. Damit Hunde nicht zur Zielscheibe verärgerter Mitmenschen werden und weiterhin überall gern gesehen sind, sollten Hundehalter darauf achten, immer die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners zu beseitigen. Und dies nicht nur aus höflicher Rücksicht oder um kein Bußgeld zu zahlen, sondern auch als wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz von Mensch und Tier.

Denn: Hunde, die von Würmern wie beispielsweise Spulwürmern, Hakenwürmern, Lungenwürmern oder auch Bandwürmern befallen sind, scheiden gewöhnlich deren mikroskopisch kleine Wurmeier bzw. Wurmlarven mit dem Kot aus. Die Eier können sich dann durch Regen oder bei einigen Arten auch durch Zwischenwirte wie Schnecken in der Umwelt verteilen, sodass nach kurzer Zeit auch die Erde, Pflanzen und Gewässer in der Umgebung verunreinigt oder aber Zwischenwirte befallen sind. Dort bleiben die Wurmeier teilweise monatelang infektiös und verbreiten sich weiter, indem sie von neuen Wirten aufgenommen werden und ihren Entwicklungszyklus fortsetzen.

Auch Menschen können sich mit einigen Wurmarten wie zum Beispiel Spulwürmern infizieren, in dem sie infektiöse Wurmeier versehentlich und unbemerkt aus der Umwelt aufnehmen. Vor allem kleine Kinder, die häufig auf dem Boden spielen und ihre Umgebung mit allen Sinnen erkunden, sind gefährdet.

Was also tun?

Zunächst sollte der Hund nicht überall seine Geschäfte verrichten dürfen: Spielplätze, Liegewiesen, Sportanlagen, die Umgebung von Badegewässern sowie alle Orte, an denen Lebensmittel für den Menschen oder Futterpflanzen für Tiere angebaut werden, sind absolut tabu. 

Aber auch an Orten, wo vermeintlich wenig Publikumsverkehr herrscht, muss der Kot sofort beseitigt werden, damit sich die Wurmeier darin nicht in der Umgebung verbreiten. Zur hygienischen Entsorgung haben sich Kotbeutel aus Plastik bewährt. Der Hundehalter schlüpft mit der Hand in den Beutel, hebt dann mit der solchermaßen geschützten Hand die Exkremente auf, stülpt den Beutel anschließend über den Kot und verschließt ihn mit einem Knoten. Danach gehört der dicht verschlossene Beutel in jedem Fall in den Rest- bzw. Hausmüll! Wichtiger Tipp: Es gibt im Handel auch Beutel aus biologisch abbaubarem Kunststoff, die die Umwelt schonen.

Wie schütze ich mich und mein Tier?

Da die mit bloßem Auge nicht sichtbaren Wurmeier auch an den Schuhen in die eigenen vier Wände getragen werden können, sollten Straßenschuhe stets vor der Haus- bzw. Wohnungstür abgestellt und Räume, zu denen der Hund Zugang hat, regelmäßig gereinigt werden. Aber das versteht sich ja eigentlich von selbst. Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist jedoch die regelmäßige Entwurmung der Vierbeiner. Durch die Entwurmung werden Würmer im Hund beseitigt und können so auch keine Eier mehr produzieren, die in die Umwelt gelangen können. Eine Entwurmung reduziert also indirekt und wirksam den Infektionsdruck in der Umgebung. Wie häufig das eigene Tier entwurmt werden sollte, ist individuell verschieden und hängt unter anderem von den persönlichen Hygieneansprüchen ab.


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