Antiparasitenmittel – Typen im Vergleich

Antiparasitenmittel – Typen im Vergleich

Wer Hund und Katze vor z. B. Flöhen wirksam schützen möchte, der kann zwischen einer Vielzahl unterschiedlicher Antiparasitenmittel wählen. Viele der Mittel stehen Tierhaltern dabei in unterschiedlichen Darreichungsformen zur Verfügung. Ob als Halsband, Spot-On Präparat (kurz: Spot-On) oder evtl. Tablette, Hund und Katze lassen sich auf viele Weisen vor lästigen Parasiten schützen.

Doch gerade dieses breite Angebot verunsichert viele Tierhalter zugleich. Sind Tabletten genauso wirksam wie Halsbänder? Ist eine Behandlung mit einem Halsband sicherer als eine mithilfe eines Spot-Ons? Was ist für Freigängerkatzen die beste Form des Parasitenschutzes? usw. sind Fragen, die sich besorgte Halter stellen können.

Um Ihnen diese Unsicherheit zu nehmen, wird parasitenfrei.de in den kommenden Monaten die gängigen Darreichungsformen genau unter die Lupe nehmen und ihre Vor- und Nachteile erläutern. Im ersten Teil dreht sich alles um das Spot-On…

Teil I: Das Spot-On

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Wie funktionieren Spot-Ons?

Ein Spot-On Präparat (wie z. B. Advantage ®) ist eine Lösung zum Auftropfen auf die Haut von Hund bzw. Katze. Die flüssige Lösung wird meist in den Nacken auf die Haut des Tieres geträufelt und verteilt sich von dort aus über die gesamte Körperoberfläche des Tieres. Die Spot-On-Pipetten enthalten genau so viel Wirkstoff, wie notwendig ist, um das behandelte Tier ca. drei bis vier Wochen gegen verschiedene Parasiten wie beispielsweise Flöhe zu schützen. Wird die Behandlung nicht erneuert, ist der Schutz nicht weiter vorhanden.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch Spot-Ons gibt, die systemisch aufgenommen werden und sozusagen von innen heraus z. B. gegen Würmer wirken. In diesem Beitrag geht es vorrangig um die rein äußerlich verbleibenden Spot-Ons.
Ungeachtet der Darreichungsform sollte in jedem Fall aber nur ein Präparat gewählt werden, welches auch gegen den entsprechenden Parasiten zugelassen ist. Denn nur zugelassene Medikamente sind auf ihre Wirksamkeit hin geprüft.

Wie richtig anwenden?

Die Anwendung eines Spot-Ons ist unkompliziert. Einfach den Verschluss öffnen – den Inhalt auf die Haut des Tieres träufeln – fertig! Um eine durchgehende Schutzwirkung zu erreichen und dem Tier unnötigen Stress zu ersparen, sollten Hunde- und Katzenhalter allerdings einige Dinge beachten.

  • Die richtige Dosierung wählen!
    Bei Spot-Ons ist es wichtig, die Wirkstoffmenge genau an Größe und Gewicht des Tieres anzupassen. Nur so kann  die mehrwöchige Schutzwirkung erreicht werden. Aus diesem Grund sollten Halter außerdem besonders darauf achten, beim Auftragen der Lösung nichts zu verschütten. Die Lösung muss auf die Haut aufgetragen werden. Geht etwas daneben, reicht die Wirkstoffmenge eventuell nicht mehr aus, um den hohen Schutz des Vierbeiners zu garantieren. Besitzer von besonders unruhigen Tieren sollten deshalb versuchen, ihr Tier vor der Gabe zu beruhigen.

  • Wirkstoffe verteilen lassen!
    Um sicher zu stellen, dass der Wirkstoff seine volle Wirkung entfaltet, dürfen Tiere, die mit Spot-Ons behandelt werden, 48 Stunden nach der Behandlung nicht gebadet werden. Auch sollte verhindert werden, dass das Tier das Mittel wieder ableckt.
    Wichtig: Wenn mehrere Tiere in einem Haushalt leben, sollten Tierhalter unbedingt Vorsorge treffen, dass sich die Tiere nicht gegenseitig nach der Behandlung putzen. Bei Haushalten in denen Hunde und Katzen leben, kann gegenseitiges Putzen sogar lebensbedrohliche Folgen haben! So können manche Wirkstoffe, die z. B. für Hunde gut geeignet sind, auf Katzen giftig wirken. Befragen Sie in diesen Fällen deshalb unbedingt bereits vor einer Anwendung Ihren Tierarzt oder Apotheker zu möglichen Risiken.

  • Richtig auftragen!
    Damit ein Spot-On seine schützende Wirkung entfalten kann, ist es wichtig, dass es korrekt auf die Haut des Hundes oder der Katze aufgetragen wird. So bringt es beispielsweise wenig, wenn das Spot-On statt auf die Haut, auf das Fell des Tieres aufgetragen wird.
    Halter sollten das Fell mit einer Hand scheiteln und mit der anderen den Wirkstoff mit der Pipette direkt auf die Haut des Tieres auftragen. Ideal ist die Stelle im Nacken der Tiere; genau zwischen den Schulterblättern. Hier kann sich das Tier nicht selbst putzen und das Mittel somit ablecken. Bei größeren Volumina, z. B. für große Hunde, sollten mehrere Stellen entlang der Rückenlinie zum Auftropfen genutzt werden.

  • Regelmäßige Gabe = kontinuierlicher Schutz
    Nur ein kontinuierlicher Schutz ist auch ein sinnvoller Schutz! Aus diesem Grund sollten Mittel gegen Flöhe je nach Herstellervorgaben, z. B. monatlich, das ganze Jahr hindurch, angewendet werden. Auch bei Spot-Ons, die gegen Zecken wirken, sollte regelmäßig und ohne Unterbrechung von Frühjahr bis Spätherbst behandelt werden. Denn entgegen landläufiger Meinungen sind viele Zecken auch den Sommer über aktiv, und z. T. sogar in kälteren Wintermonaten. Wer Hund und Katze also keinem unnötigen Risiko aussetzen möchte, der sollte außerhalb der Frostperiode, das ganze Jahr hindurch gegen Zecken behandeln.

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