
Urlaubsbekanntschaften mit Folgen!
Hundepensionen, die lieben Verwandten oder gar ein professioneller Hundesitter: Es gibt viele Möglichkeiten, seinen Vierbeiner während des Urlaubes unterzubringen. Dass der überwiegende Teil der Hundehalter jedoch zur schönsten Zeit des Jahres nicht auf seinen treuesten Begleiter verzichten möchte, verdeutlicht eine aktuelle Umfrage des Tierhalterportals „DeineTierwelt.de“: 83 Prozent der 1.375 Teilnehmer nehmen ihren Hund in der Regel mit auf ihre Urlaubsreise.
Auch dieses Jahr wird es wieder viele Reisende samt Vierbeiner in beliebte Urlaubsländer wie Frankreich oder Italien, aber auch nach Spanien oder Griechenland ziehen. Das angenehme mediterrane Klima ist jedoch nicht nur für Urlauber attraktiv – die Braune Hundezecke gedeiht bei warmen Temperaturen ebenfalls prächtig. Ungeschütze Hunde können durch einen Stich der Braunen Hundezecke mit den gefährlichen Krankheiten Babesiose (umgangssprachlich auch Hunde-Malaria genannt) und Ehrlichiose infiziert werden. Babesiose äußert sich häufig durch Fieber, Gewichtsverlust sowie allgemeine Mattigkeit des Hundes. Symptome der Ehrlichiose sind Appetitlosigkeit und Nasenbluten. Unbehandelt können beide Krankheiten, besonders aber die Babesiose zum Tod des Tieres führen. Noch gefährlicher als die Braune Hundezecke ist jedoch die Sandmücke. Meist nähert sie sich ihrem Opfer lautlos während der Dämmerung oder der Nacht, sticht schmerzhaft zu und überträgt dabei die Erreger der Leishmaniose-Erkrankung. Die Leishmaniose zeigt sich z.T. erst Monate oder Jahre nach der Infektion mit klinischen Zeichen, kann dann aber schnell lebensbedrohlich werden (Lesen Sie hierzu auch die Geschichte des Importhundes Alex). Auch die Behandlung mit Chemotherapeutika führt oft nicht zu einer vollständigen Heilung.
Umso wichtiger ist es, den Parasitenschutz seines Vierbeiners den Bedingungen im jeweiligen Reiseland anzupassen. Zwar wissen 85 Prozent der Teilnehmer der „DeineTierwelt.de“-Umfrage, dass Parasiten in den süd- und osteuropäischen Urlaubsregionen eine Gefahr darstellen können (Sehen Sie hierzu auch unsere EU-Risikokarte), und mehr als die Hälfte (60 Prozent von 1.141) verwendet prophylaktisch ein Zeckenmittel. Allerdings schützen vergleichsweise wenige Tierhalter ihre Hunde vor Sandmücken (23 Prozent) oder dem Herzwurm (22 Prozent), deren Larven durch Moskitos (12 Prozent) übertragen werden können.
Umgerechnet bedeutet dies, dass mindestens drei von vier Hunden auf Auslandsreisen nur ungenügend gegen Parasiten gewappnet sind. Tierärztin Dr. Regina Thomas empfiehlt Tierhaltern die Anwendung eines Mittels, das gegen alle relevanten Blutsauger gleichzeitig wirkt: „Für südeuropäische Urlaubsländer besonders geeignet sind Mittel, die Zecken und Mücken nicht nur töten, sondern bereits vor dem Stich repellieren, also abwehren. Die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern wird so minimiert.“ Herzwürmer können sogar auf zweifachem Wege bekämpft werden: Hier bietet es sich an, nicht nur gegen die Überträger, Stechmücken, vorzugehen, sondern zusätzlich ein Mittel zu verwenden, das prophylaktisch gegen Herzwürmer wirkt. Es wird vorzugsweise eine Woche vor Urlaubsantritt, spätestens aber innerhalb von 30 Tagen nach der Einreise, und erneut vier Wochen später eingesetzt. Beide Mittel gibt es als leicht anwendbare und gut verträgliche Spot-on-Präparate beim Tierarzt.




