Parasitenfrei

12 Tipps für den Alltag

  • Meiden Sie Orte mit hoher Zeckenwahrscheinlichkeit
    Ganz lässt sich die Begegnung mit Zecken nie verhindern – es sei denn, Hund oder Katze werden von Wald und Wiesen ferngehalten. Aber wer in der Zeit von April bis Juni und von September bis Oktober den Spaziergang in dichter Vegetation meidet, kann das Risiko eines Holzbockangriffs immerhin reduzieren.

 

  • Suchen Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang und Ihre freilaufende Katze täglich sorgfältig auf Zecken hin ab
    Werden Zecken gefunden, sollten diese schnell und vollständig entfernt werden.

 

  • Halten Sie Ihr Haustier während der Flugzeiten von Mücken im Haus
    Stechmücken bzw. Moskitos sind während der Dämmerung aktiv. In mückenbelasteten Gebieten sollten Haustiere dann im Haus gehalten werden. Moskitonetze bieten zusätzlichen Schutz. Sandmücken sind dagegen so klein, dass sie von Moskitonetzen nicht aufgehalten werden. Sie fliegen zwischen April und Oktober während der ganzen Nacht. Daher sollte beim Urlaub in Sandmückengebieten das Haustier die Nacht grundsätzlich im Haus verbringen.

 

  • Vermeiden Sie einen Kontakt Ihrer Haustiere zu streunenden und verwahrlosten Tieren
    Hunde und Katzen, die nicht regelmäßig entwurmt werden und sich frei bewegen können, besitzen mit einiger Wahrscheinlichkeit Würmer und unliebsame Fellbewohner wie Flöhe, Milben und Läuse. Da Eier, Larven und Segmente von Würmern oft im Fell ihrer Wirte kleben, reicht das Beschnüffeln und Belecken, um die Parasiten aufzunehmen und zu verschlucken. Im Falle von Hakenwürmern können die Parasiten auch vom Boden durch die Haut ins Haustier gelangen, ohne dass andere Tiere anwesend sind.

 

  • Achten Sie auf Hygiene, wenn fremde, ungepflegte Tiere Ihren Wohnbereich betreten
    Fellbewohner wie Flöhe, Milben und Läuse wechseln ihren Wirt bei direktem Kontakt mit anderen Tieren. Andererseits können Flöhe im Entwicklungsstadium auch in der Umgebung von Wirten leben. Treffen Sie daher die notwendigen Maßnahmen, falls der Verdacht besteht, parasitäre Fellbewohner könnten in Wohnung und Garten eingeschleppt worden sein.

 

  • Betreiben Sie regelmäßige Fellpflege, besonders bei langhaarigen Tieren
    Regelmäßiges Kämmen und Waschen des Tierfells verhindert den sporadischen Befall mit Parasiten, zumindest solange die Zahl der Blutsauger nur gering ist, und ermöglicht das schnelle Entdecken von ungebetenen Mitbewohnern.

 

  • Meiden Sie mit Tierkot verschmutzte Plätze
    Die Wurmeier im Darm lebender Peitschenwürmer, Spulwürmer und Hakenwürmer werden mit dem Kot zusammen ausgeschieden und sind im Freien bzw. im Erdboden lange (bei vorteilhafter Witterung bis zu einigen Jahren) infektiös. Entfernen Sie auch liegen gelassene Exkremente fremder Tiere in Ihrer Umgebung.
    Achten Sie auch darauf, dass Exkremente in der Nähe von Stallungen oft Brutstätten des Wadenstechers darstellen. Das regelmäßige Entfernen der Exkremente verringert daher auch die Belastung durch diese Stechfliegen.

 

  • Unterbinden Sie das Fressen von Nagetieren und anderen Wildtieren sowie das Schnuppern an Aas
    Viele Wurmarten wie Bandwürmer besitzen Zwischenwirte, in denen sich ihre Larven entwickeln. Meist handelt es sich dabei um wildlebende Tiere wie etwa Feldmäuse, Igel oder Füchse, von denen Sie Ihre Haustiere daher fernhalten sollten.

 

  • Halten Sie Haustiere von Schlachtungen und Schlachtabfällen fern
    Bandwürmer wie der Rinderbandwurm oder der Schweinebandwurm können auf diese Weise in ihren Endwirt gelangen. Füttern Sie Ihre Haustiere nur mit Fleisch, das eine Qualitätskontrolle durchlaufen hat.

 

  • Vertrauen Sie nicht auf den Gebrauch von Hausmitteln
    Hausmittel wie Knoblauch oder Lavendel sollen durch einen starken Geruch die Parasiten abhalten, aber die Wirkung ist meist nicht belegt. Abgesehen davon können die Gerüche die empfindlichen Nasen von Hund und Katze stören oder – wie im Falle einer hohen Dosis Knoblauch – auch schädlich wirken.

 

  • Unterziehen Sie Ihr Haustier einem regelmäßigen Gesundheitscheck
    Ein Parasitenbefall kann zu Beginn oder bei geringem Ausmaß zunächst unbemerkt bleiben. Der regelmäßige Besuch beim Tierarzt ermöglicht ein fachmännisches Urteil.

 

  • Vermeiden Sie bei verdächtigen Anzeichen einen engen Umgang des Tieres mit Kindern
    Kinder sind oft noch nicht in der Lage, die entsprechenden Hygienemaßnahmen eigenständig durchzuführen. Besteht der Verdacht auf einen Parasitenbefall, sollten daher strengere Regeln für die Kleinen gelten (Tier nicht aufs Zimmer oder ins Bett nehmen, Hände nach Streicheln waschen, Zugang zum Tierklo verbieten, u.ä.)


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