
Braune Hundezeckek |
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Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) kommt südlich von Zentralfrankreich in allen europäischen Mittelmeerländern vor. Aufgrund der niedrigeren Temperaturen in Deutschland existiert sie hierzulande nicht in freier Natur, sondern wird meist als unerwünschtes Urlaubsmitbringsel eingeschleppt. Sie kann aber monatelang in beheizten Häusern oder Hundezwingern leben.
Bei optimaler Umgebung und Temperatur können Braune Hundezecken ihren gesamten Entwicklungszyklus von der Larve über die Nymphe bis zum adulten Tier in nur 6 Monaten vollziehen, im Allgemeinen benötigen sie aber mindestens ein Jahr. Wie der Name schon andeutet, stellt der Hund den Hauptwirt des Parasiten dar: Alle drei Entwicklungsstadien saugen bei ihm Blut. Katzen werden nur selten durch die Braune Hundezecke angegriffen.
männliche Braune Hundezecke
Braune Hundezecken besitzen hellbraune Beine und einen ovalen dunkelbraunen Körper. Auch der Schild ist braun. Weibchen und Männchen sind mit 2 bis 3 Millimeter Länge etwas kleiner als der Holzbock.
Die wichtigsten Hundekrankheiten, die durch Braune Hundezecken übertragen werden, sind die Ehrlichiose und die Babesiose. Während für letztere die Übertragung durch die Auwaldzecke in Deutschland wesentlich häufiger vorkommt, wird die Ehrlichiose wohl nur durch die Hundezecke übertragen. Sie ist eine typische Reiseerkrankung; bisher wurde keine Infektion in Deutschland mit dem Erreger bekannt. Auch Menschen können durch den Stich einer Braunen Hundezecke mit Erregern infiziert werden, etwa mit dem Mittelmeer-Zeckenfleckfieber (Boutonneuse-Fieber).




