
Wenn Katzen alt werden
Katzen werden deutlich älter als Hunde. Sie erreichen nicht selten ein Alter von über zwanzig Jahren. Siamkatzen gelten als die Rasse mit der höchsten Lebenserwartung. Anders als bei Hunden sind die rassespezifischen Unterschiede bei Katzen allerdings weniger stark ausgeprägt. Meist sieht man einer Katze ihr Alter rein äußerlich nicht an. Während Hunde wenigstens im Kopfbereich – vor allem um die Schnauze herum – grau werden, verändert sich die Fellfarbe der Katze nicht.
Leider verbergen Katzen auch Krankheiten sehr erfolgreich. Leidet ein Hund unter Arthrose-bedingten Gelenkschmerzen, äußert sich dies meist deutlich durch Lahmheit. Ein Katzenbesitzer muss genauer hinsehen, um bei seinem Vierbeiner Anzeichen einer Gelenkerkrankung zu erkennen. Oft verhalten sich betroffene Katzen aufgrund der Schmerzen nur ruhiger oder zurückgezogen und putzen sich weniger, vor allem im Rückenbereich. Verfilztes Fell am Rücken der Katze kann deshalb in manchen Fällen wie das Humpeln des Hundes gewertet werden und ebenso Anlass für einen Tierarztbesuch sein. Zur Unterstützung der Gelenkfitness können Ergänzungsfuttermittel mit Inhaltsstoffen wie Teufelskralle, Neuseeländischer Grüner Lippenmuschel und Brennnessel eingesetzt werden.
Auch die chronische Niereninsuffizienz, unter der jede dritte Katze über zehn Jahren leidet, ist schwer erkennbar. Trinkt das Tier plötzlich deutlich mehr als üblich und setzt es häufiger Harn ab, erbricht es sich, sind dies jedoch eindeutige Alarmzeichen. Auch wenn Niereninsuffizienz nicht heilbar ist, kann bei frühzeitiger Diagnose das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamt und die Lebenserwartung des Tieres verlängert werden. Neben der medikamentösen Behandlung spielen hier der Einsatz von Phosphatbindern, die die Aufnahme von Phosphat aus dem Futter reduzieren, neben der Verabreichung von Phosphat-reduzierten Nierendiäten eine wichtige Rolle (mehr Informationen dazu unter www.renalzin.de).
Schon das erhöhte Risiko für eine Niereninsuffizienz alleine ist ein ausreichender Grund, die Katze ab dem Alter von sieben Jahren jährlich dem Tierarzt vorzustellen und einen Nieren-Check in Erwägung zu ziehen. Auch das Gebiss der Katze sollte regelmäßig kontrolliert werden, denn Zahnerkrankungen aufgrund von Zahnstein nehmen ebenfalls mit dem Alter zu. Da Katzen sich das Zähneputzen nur selten bzw. widerwillig gefallen lassen, ist die Gabe von speziellen für die Zahnreinigung entwickelten Trockenfuttermitteln alternativ dazu eine wirksame und praktikable, prophylaktische Maßnahme.
Ansonsten schätzen ältere Katzen vor allem ein ruhiges, warmes, weiches Plätzchen. Sie sollten ausreichend Rückzugsmöglichkeiten haben.




