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Gut beraten in Sachen Parasitenvorsorge!

tt_1009_artikel Die Temperaturen werden kühler und die Tage kürzer: Der Herbst steht vor der Tür und inzwischen vergeht kaum eine Woche, in der sich nicht besorgte Tierhalter in der parasitenfrei.de-Sprechstunde melden. Fragen wie „Reicht es aus, wenn ich meinen Hund lediglich auf Zecken absuche?“ oder „Darf unser Kind mit dem Hund schmusen, wenn er mit Anti-Zecken-Mitteln behandelt wurde?“ weisen auf den Beginn der zweiten Zecken-Hochsaison im Herbst hin.

Viele Tierhalter kennen das Problem: Bei einem ausgiebigen Spaziergang mit dem geliebten Vierbeiner wirkt der Hund manchmal wie ein Zeckenmagnet. Je nach Region können sich dabei schnell mehr als 20 Blutsauger auf dem Hund tummeln. Das reine Absuchen und Entfernen dieser Zecken bietet jedoch keinen ausreichenden Schutz, denn gerade die frühen Stadien der Spinnentiere sind winzig und werden leicht übersehen. Ein einziger Stich dieser kleinen Krabbler kann außerdem schon ausreichen, um den geliebten Vierbeiner mit gefährlichen Krankheitserregern zu infizieren. Feuchtes, kühleres Wetter bietet optimale Jagdbedingungen für die häufigste Zecke Deutschlands, den Holzbock. Durch seinen schmerzlosen Stich können Borreliose- und Anaplasmose-Bakterien in den Hund gelangen und dort schwerwiegende Erkrankungen auslösen. Die Auwaldzecke, eine weitere Zecken-Art, die für den Hund von Bedeutung ist, kann den Vierbeiner mit gefährlichen Babesiose-Erregern infizieren. Die Babesiose ist eine mitunter tödlich verlaufende Erkrankung. 

Im Herbst ist aber auch die Hochsaison für einen anderen Parasiten: den Floh. Es zieht ihn jetzt in eine wärmere Umgebung, so dass er die Haustiere von draußen ins Haus hinein begleitet. Dort fühlt er sich so wohl, dass er sich mit rekordverdächtiger Geschwindigkeit vermehrt. Floheier und die sich daraus entwickelnden Larven und Puppen verteilen sich überall in der Wohnung. Dieser Flohbefall ist schließlich nicht nur unangenehm, sondern stellt auch ein gesundheitliches Risiko für den Vierbeiner sowie die gesamte Familie dar. 

Um den Stich von blutsaugenden Parasiten zu verhindern, ist eine wirksame Parasitenvorsorge für jeden Tierhalter ein Muss. „Viele Tierhalter informieren sich im Internet über die Wirkstoffe von Anti-Zeckenmitteln und finden hierbei häufig irreführende Angaben, die sie verunsichern“, weiß Parasitologe Dr. Torsten Naucke aus Hohenheim. Notwendig sind seiner Meinung nach für Hunde spezielle Anti-Zeckenmittel vom Tierarzt, die die Parasiten abwehren (repellieren) und abtöten, bevor sie stechen können und die auch gegen Flöhe wirken. Bei Katzen, die nicht so oft von Zecken befallen werden, reichen schnell wirksame Anti-Flohmittel. „Bei Fragen rund um eine unproblematische und unschädliche Zeckenprophylaxe ist und bleibt der Tierarzt die richtige Anlaufstelle. Gute Zeckenabwehrmittel bekommt man in der Praxis und nicht im Supermarkt.“, so Dr. Naucke.


 

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