Parasitenfrei
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Geteiltes Leid – doppeltes Leid

tt_1008_artikel Werden Hund oder Katze von Parasiten gequält, fühlen Frauchen und Herrchen in der Regel mit. Aber auch wenn ein enger Kontakt für das Haustier tröstlich sein mag, bleibt die Nähe nicht immer ohne Folgen und das „Mitleiden“ wird buchstäblich wahr: Eine ganze Reihe von Infektionen, sogenannte Zoonosen, können vom Tier auf den Menschen übertragen werden und so ein hohes gesundheitliches Risiko für beide darstellen.

Zu den wohl häufigsten und auch ärgerlichsten Parasitenproblemen bei Haustieren gehören Flöhe. Schon durch einen einzigen Biss kann der dabei abgesonderte Flohspeichel zu heftigem Juckreiz und allergischen Reaktionen führen. Zudem können diese Blutsauger gleich auf zwei verschiedenen Wegen Krankheitserreger übertragen: Verschluckt z.B. die reinliche Sofakönigin beim Putzen einen Floh und zerbeißt ihn, kann sie sich dadurch mit dem Gurkenkernbandwurm infizieren. Beim Biss dagegen kann der Floh die Katze zudem mit sogenannten Bartonella-Bakterien infizieren. Diese wiederum stellen ein Gesundheitsrisiko für den Menschen dar: „Gelangen diese Bakterien durch Beißen oder Kratzen in den Tierhalter, droht die Katzenkratzkrankheit mit Symptomen wie Lymphknotenschwellung und Übelkeit", so der Parasitologe Dr. Stefan Pachnicke aus Leverkusen.

Auch ein Befall mit Magen-Darm-Würmern bei Vierbeinern kann ein Problem für den Menschen werden. Sind Katze oder Hund mit Spulwürmern infiziert, können die widerstandsfähigen Eier dieser Parasiten bei Ausscheiden von Kot in der Umgebung des Tieres oder sogar im Fell verbleiben. Kleinkinder sind durch ihren oft sorglosen und intensiven Umgang mit dem geliebten Haustier besonders gefährdet. „Beim Verschlucken der Wurmeier droht im schlimmsten Fall eine sogenannte Toxokarose, die zu einer Vielzahl von Krankheiten wie Asthma, Lebervergrößerung und Erblindung führen kann", gibt Dr. Pachnicke zu bedenken.

Um seinem Haustier einen mitunter schmerzhaften Parasitenbefall zu ersparen und so auch das eigene gesundheitliche Risiko zu minimieren, gilt das Motto „Vorbeugen ist besser als heilen". Neben der persönlichen Hygiene, wie zum Beispiel regelmäßigem Händewaschen, wird ein konsequenter Parasitenschutz von Hund und Katze dringend empfohlen. Hierbei sollte neben der regelmäßigen Flohbehandlung auch eine entsprechende Entwurmung durchgeführt werden, um das Ansteckungsrisiko für das Haustier und den Menschen so gering wie möglich zu halten. Entsprechende Kombinations-Produkte zum stressfreien Auftropfen gibt es beim Tierarzt.


 

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Letzte Änderung: 02. Februar 2012 Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Impressum

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