
Lungenwürmer |
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Lungenwürmer, von denen es viele verschiedene Arten gibt, setzen sich in Luftröhre, Bronchien und Lungenbläschen und teilweise sogar in den großen Lungengefäßen ihrer Wirte fest. Hund und Katze infizieren sich oral durch die direkte Aufnahme der Larven bzw. Verzehr von Zwischenwirten.
Wie eine aktuelle Studie ergab, sind Lungenwurminfektionen bei Hunden in Deutschland häufiger als bislang angenommen. Die Studie fand Larven von Angiostrongylus vasorum und Crenosoma vulpis in 7,4 bzw. 6,0 Prozent der Kotproben von 810 untersuchten Hunden, die klinische Symptome für Atemwegs- und Kreislauferkrankungen, Blutungen oder neurologische Störungen aufwiesen. Die zunehmende Ausbreitung dieser Lungenwürmer in Europa wird unter anderem mit einem Anstieg der Fuchspopulationen in Verbindung gebracht.
Angiostronglyus vasorum
Hinterende von A. vasorum
A. vasorum kommt in vielen Ländern Europas, Afrikas, Nord- und Südamerikas sowie vereinzelt in den asiatischen Teilen der früheren Sowjetunion vor. Der auch als „Französischer Herzwurm“ bekannte Lungenwurm befällt vor allem Fuchs, Hund und Wolf sowie den Dachs. Die Ansteckung erfolgt über Weichtiere wie Schnecken, seltener durch Frösche, die den Lungenwurmlarven als Zwischenwirte dienen.
Die etwa zwei Zentimeter langen erwachsenen Lungenwürmer leben in den großen Lungenarterien und im rechten Herzen. Ihre Eier werden über das Blut in das Lungengewebe geschwemmt und verursachen dort zum Teil massive Entzündungen. Larven, die sich aus den Eiern entwickeln, dringen in die Luftwege ein und werden mit Schleim, der sich durch die Entzündung gebildet hat, hoch gehustet. Wird der larvenhaltige Schleim abgeschluckt, gelangen die Lungenwurmlarven mit dem Kot in die Umwelt.
Je nach Befallsstärke verursachen die Parasiten leichte Hustenanfälle bis hin zu Atemnot, Herzschwäche, Blutungsneigung und Kreislaufversagen. Unbehandelt kann die Erkrankung sogar zum Tod des Hundes führen.
Crenosoma vulpis
C. vulpis ist in Teilen Nordamerikas, Europas und Asiens bei Füchsen, Marderhunden und Wölfen sowie bei Hunden gefunden worden. Die bis 1,6 Zentimeter langen erwachsenen Lungenwürmer besiedeln die Bronchien und die Luftröhre ihrer Wirte.
Der Lebenszyklus ähnelt dem von Angiostrongylus vasorum, d.h. die Larven werden mit dem Kot ausgeschieden und müssen für die weitere Entwicklung in Schnecken als Zwischenwirte gelangen. Anschließend müssen die Schnecken von geeigneten Wirtstieren gefressen werden. Nach dem Schneckenverzehr gelangen die Crenosoma-Larven mit dem Blutstrom aus dem Darm über die Leber in die Lungen des Endwirtes und entwickeln sich dort zu erwachsenen Stadien.
Die Infektion mit C. vulpis führt meist zu chronischem Husten und Fieber.




