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Tierärzte zunehmend konfrontiert mit Babesiose & Co.

tt_010209 Es ist unbestritten, dass Zecken und andere blutsaugende Parasiten wie die Sandmücke Krankheitserreger auf Mensch und Tier übertragen und teilweise schwere Erkrankungen verursachen können: zum Beispiel FSME (Mensch), Borreliose und Leishmaniose (Mensch und Hund) oder Babesiose (vor allem Hund). Doch wie hoch ist das Risiko einer Infektion? Wie verbreitet sind diese Erkrankungen?

Statistiken für menschliche Infektionserkrankungen gibt es beim Robert Koch-Institut (RKI). Dort liegen seit der im Jahr 2001 eingeführten Meldepflicht für FSME detaillierte, flächendeckende Zahlen über die Erkrankungshäufigkeit in Deutschland vor. Auf der Basis dokumentierter Erkrankungsfälle veröffentlicht das RKI jedes Jahr Karten zu FSME-Risikogebieten. Wir kennen sie alle aus dem Wartezimmer unseres Hausarztes, der eine FSME-Schutzimpfung anbietet. Die jährliche Aktualisierung der Karten ist ein klares Indiz, dass es sich um ein Problem handelt, dessen Reichweite ständig zunimmt.

Zahlen für entsprechende Erkrankungen des Hundes sind schwerer zu ermitteln. Bayer Tiergesundheit hat die kompetenteste Quelle herangezogen und im November 2008 zum zweiten Mal nach April 2006 deutsche Tierärzte nach ihren Erfahrungen mit Parasiten-übertragenen Erkrankungen des Hundes befragt. So lässt sich im Vergleich der beiden Befragungen jetzt auch die erste Trendaussage treffen.

Und diese lautet: Die Häufigkeit der Krankheitsfälle in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahren eher zu- als abgenommen. Dementsprechend lag der Anteil der befragten 109 Tierärzte, die im Jahr 2008 durch blutsaugende Parasiten übertragene Krankheiten selbst diagnostiziert haben, bei 90 Prozent für Borreliose (April 2006: 87 Prozent), 64 Prozent für Leishmaniose (53 Prozent), 42 Prozent für Babesiose und Ehrlichiose (37 bzw. 41 Prozent) sowie 16 Prozent für Herzwurmerkrankung (15 Prozent).

Vor allem die rasche Ausbreitung der aus Süd- und Osteuropa stammenden Auwaldzecke wird von den Tierärzten in Deutschland mit Sorge betrachtet. Sie kann die oft tödlich verlaufende Babesiose-Erkrankung übertragen, die die roten Blutkörperchen des Hundes zerstört. Auch eingeschleppte Erkrankungen durch Reise- und Importhunde, die sich in südlichen oder östlichen Regionen infiziert haben, stellen ein zunehmendes Problem für deutsche Tierärzte dar. Dazu gehören die durch Sandmücken übertragene Leishmaniose und die durch Stechmücken übertragene Herzwurmerkrankung. Wo in Europa welches Krankheitsrisiko besteht, hat Bayer in Zusammenarbeit mit internationalen Experten in einer Europa-Risikokarte aufbereitet.

Zum Schutz gegen den Parasitenbefall und die Krankheitsübertragung empfehlen Tierärzte deshalb die regelmäßige Anwendung eines repellierenden Antiparasitenmittels, das Zecken und Sandmücken abschreckt und tötet, bevor sie beißen können. Denn wenn die Zecke oder Sandmücke nicht zum Saugen kommt, können auch keine Krankheitserreger übertragen werden. Mit dem richtigen Mittel lassen sich alle relevanten Blutsauger wirksam bekämpfen.


 

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Letzte Änderung: 02. Februar 2012 Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Impressum

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