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Würmer gehen uns alle an!

tt_111208 Würmer – igitt! Die Vorstellung, dass der eigene Vierbeiner von Würmern befallen ist, mit dem Kot mikroskopisch kleine Wurmeier ausscheidet und diese in der Umgebung verbreitet, ist wahrlich unschön. Die meisten Tierhalter sehen deshalb die Notwendigkeit einer regelmäßigen Entwurmung ein. Laut der diesjährigen CEESA-Befragung europäischer Tierbesitzer erhalten 80 Prozent der deutschen Hunde und 60 Prozent aller deutschen Katzen regelmäßig eine Wurmkur.

Die entscheidende Frage ist allerdings, wie oft „regelmäßig“ ist. Darüber gibt die Studie keine Auskunft. Experten gehen aber davon aus, dass im Durchschnitt nur 1,2 bis 1,3 Mal pro Jahr entwurmt wird. Oft erfolgt dies im Zusammenhang mit einer fälligen Impfung beim Tierarzt. Vielleicht kommt es daher, dass Tierhalter die Wurmkur irrtümlich als eine Art Impfung ansehen, die einen ganzjährigen Schutz bietet. Tatsächlich ist sie nicht mehr als ein Großreinemachen im Darm des Tieres. Lässt die Wirkung der Kur nach ein paar Tagen nach, können sich Würmer erneut im Darm ansiedeln.

Die infektiösen Wurmeier werden leicht durch Schnüffeln am Exkrement eines fremden Tieres aufgenommen. Sie können sogar an den Schuhen ins Haus geschleppt werden und z.B. Katzen infizieren, die niemals ins Freie kommen. Ein weiterer Übertragungsweg ist das Fangen und Fressen von Mäusen, einem Zwischenwirt vieler Wurmarten. Die durch die verspeiste Maus aufgenommenen Würmer entwickeln sich im Hunde- oder Katzendarm zur Geschlechtsreife und beginnen mit der Massenproduktion von Eiern. Welpen und Kitten werden fast immer bereits im Mutterleib oder während des Säugens mit Spulwürmern infiziert.

Die Folge: Wurmbefall ist in Deutschland immer noch sehr verbreitet. Dies belegt auch eine große Untersuchung, die zwischen 1999 und 2002 durchgeführt wurde. Insgesamt wurden 8.500 Hundekotproben und über 3.000 Katzenproben aus Tierarztpraxen in Süd-, West- und Norddeutschland auf ihren Wurmgehalt hin untersucht. Von den Hunden wiesen 32,2 Prozent und von den Katzen 24,3 Prozent einen Parasitenbefall im Verdauungstrakt auf. Am häufigsten wurden kleine Einzeller wie z.B. Giardia gefunden, gefolgt von Spulwürmern, Hakenwürmern, Peitschenwürmern und Bandwürmern.

Wer sicher gehen möchte, dass sein Vierbeiner unbelastet von Würmern bleibt und damit auch keine Gefahr für seine zweibeinigen Familienmitglieder ins Haus trägt, sollte seinen Liebling mindestens alle 3 Monate entwurmen – bei hohem Infektionsrisiko sogar jeden Monat (siehe Expertentipps).

Inzwischen gibt es moderne Wurmmittel, die gegen alle relevanten Würmer wirken und sehr gut verträglich sind. Die meisten sind als Tabletten erhältlich, manche inzwischen auch zum Auftropfen im Nacken (Spot-on). Damit steht einer ausreichend häufigen und regelmäßigen Verabreichung selbst bei tablettenresistenten Katzen nichts mehr im Wege. Ihr Tierarzt informiert Sie gerne über das für Ihr Tier geeignete Mittel.


 

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Letzte Änderung: 12. Januar 2012 Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Impressum

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