
Parasiten in freier Natur |
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| Zecken | Mücken | Stechfliegen |
| Würmer |
Jeder Hundebesitzer kennt die lästigen Folgen eines Spaziergangs mit seinem Liebling, und auch Katzenhalter müssen ihre Freigänger regelmäßig von Zecken befreien, deren Stich gefährliche Infektionserkrankungen übertragen kann. Dagegen sind die einheimischen Mücken in erster Linie nur lästige Blutsauger wie auch Stechfliegen, die vor allem in dörflichen Gegenden lauern.
Während Zecken bei der regelmäßigen Fellpflege entdeckt werden können, ist der Befall mit Würmern zunächst nicht sichtbar. Viele Tierbesitzer unterschätzen die Gefahr durch infektiöse Wurmeier, die oft in sehr großer Anzahl von infizierten Tieren ausgeschieden werden.
Zecken |
Zecken lieben eine feucht-warme Umgebung und meiden trockene Gebiete mit direkter Sonneneinstrahlung. Daher sind sie zumeist in Wäldern und hohen Wiesen anzutreffen und weniger auf nackten Böden wie umgepflügten Äckern. Auch Bäume sind für Zecken nicht von Bedeutung, da sie selbst im ausgewachsenen Zustand selten höher als einen Meter klettern.
Obwohl Zecken für Haustiere eine ernste Bedrohung darstellen, sind ihre eigentlichen Opfer Nager und größere wildlebende Säugetiere. In (naturbelassenen) Gebieten, in denen ein solcher Wildbestand existiert, ist daher mit ziemlicher Sicherheit von einer erhöhten Zeckenpopulation auszugehen. Da Stadtparks vermehrt von Nagern besiedelt sind, kommen Zecken auch in Städten häufig vor.
Die früher vertraute Saisonalität des Zeckenvorkommens – von März/April bis Oktober/November – hat sich durch den Klimawandel deutlich verändert: In milden Wintern können Zecken durchgängig aktiv sein.
In Zukunft sollte man sich daher auf eine nahezu ganzjährige Aktivität der Zeckengefahr einstellen, die eher durch Trockenperioden als durch Kälte begrenzt wird. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen und eine geeignete Parasitenprophylaxe sollten darauf abgestimmt werden.
Mücken |
Mücken sind an die Anwesenheit von stehenden Gewässern wie Pfützen, Gartenteichen oder Regentonnen für die Entwicklung der Mückenlarven gebunden. Arten wie die Gemeine Stechmücke haben daher keine Probleme, sich in städtischen Regionen zu vermehren.
Die meisten einheimischen Mücken sind ab dem Frühjahr in der Dämmerung oder nachts aktiv. Bei fallenden Temperaturen lässt ihre Aktivität nach. Daher profitieren auch diese Blutsauger von einer Klimaerwärmung. Ihre aktive Zeit verlängert sich, so dass Fortpflanzung und Eiablage früher stattfinden können.
Daneben droht durch die Erhöhung der Durchschnittstemperatur auch eine Einwanderung von Mückenarten aus südlicheren Regionen nach Deutschland: Neben Moskitos, die ebenfalls stehende Gewässer zur Larvenentwicklung benötigen, haben sich inzwischen auch vereinzelt Sandmücken angesiedelt, die ihre Eier in feuchte und schattige Erde ablegen.
Stechfliegen |
Stechfliegen findet man hierzulande fast immer in der Nähe von Rindern und Pferden. Daher sind sie besonders häufig in oder um Stallungen, Schuppen, Weiden oder anderen Bereichen anzutreffen, wo sich die Huftiere aufhalten. Stechfliegen fliegen tagsüber und sind in Deutschland zwischen Juni und Oktober auf der Suche nach Blut. Ihre größte Aktivität entfalten sie im warmen Spätsommer. Auch diese Parasiten würden von einer Klimaerwärmung profitieren.
Würmer |
Würmer werden meist als Ei oder Larve von potenziellen Wirten verschluckt. Wurmeier gelangen mit dem Kot der Wirte ins Freie und können dort, je nach Art, dort viele Monate bei Hitze oder Kälte hoch infektiös bleiben. Daher gilt an allen Orten höhere Vorsicht, wo Tiere ihr Geschäft verrichten. Vor allem die für Stadthunde eingerichteten Auslaufplätze und „Hundeklos“ sind oft mit Wurmeiern kontaminiert. Das Aufsammeln und Entfernen des Kots durch den Hundebesitzer hat daher eine große hygienische Bedeutung.
Aufgrund ihrer geringen Größe werden Wurmeier leicht verschleppt. Wer ein eventuell verunreinigtes Areal betritt, sollte seine Schuhe im Anschluss säubern, um die Eier nicht ins Haus oder den Garten zu übertragen. Ähnliches gilt auch für die Pfoten der Hunde.
Viele Bandwürmer nutzen kleine Nager als Zwischenwirte, in denen sich ihre Larvenstadien entwickeln. Daher können Hund oder Katze durch den Verzehr infizierter Beutetiere Würmer aufnehmen. Auch Füchse und andere Wildtiere, ob tot oder lebendig, sind eine häufige Quelle verschiedener Wurmlarven und sollten daher von Hunden und Katzen möglichst nicht beschnuppert oder gefressen werden.
Auch Lungenwurmlarven gelangen durch Verzehr ihrer Zwischenwirte in den Organismus von Hund oder Katze.
Hakenwürmer stellen insofern eine Ausnahme dar, als ihre Larven durch die Haut in ihre Opfer eindringen. Der Befall findet in den warmen Monaten statt, wenn die Würmer agil sind.




