
Verbreitung der Auwaldzecke
Die abgebildete Verbreitungskarte wurde von Forschern der Universität Bonn unter Leitung von Dr. Torsten Naucke erstellt. Mit Hilfe des gemeinnützigen Vereins Parasitus Ex e.V. wurde bundesweit dazu aufgerufen, lebendige Auwaldzecken einzusammeln und an das Forschungslabor zu schicken. Die Forscher ordneten die Fundstellen der insgesamt 3113 eingegangenen Zecken den jeweiligen Bezirken zu und kartografierten so die Verbreitung der exotischen Spinnentiere. Mit dieser einmaligen Aktion kann natürlich nur die "Spitze des Eisbergs" erkannt werden, aber das erhaltene Ergebnis spiegelt die tatsächlich vermuteten Verhältnisse recht gut wieder. Die Karte soll in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden.
Nach wie vor sind die Forscher an Auwaldzecken interessiert. Brigitte Menn von der Universität Düsseldorf benötigt im Rahmen ihrer Doktorarbeit allerdings nur solche Zecken, die noch kein Blut gesaugt haben. Da es meist schwierig ist, die Spinnentiere mit bloßem Auge am Boden zu entdecken, kann man dazu die so genannte Fahnenmethode anwenden: Nehmen Sie ein helles Laken oder Handtuch und reiben Sie Ihren Hund gründlich ab, so dass der Schweißgeruch am Tuch haften bleibt. Suchen Sie sich eine geeignete Stelle, wo viele Zecken zu vermuten sind, wie eine naturbelassene und leicht feuchte Wiese oder im grünen Unterholz von Laubwäldern. Ziehen Sie dann mit dem Laken langsam über die Wiese oder durch das Unterholz, so dass die Zecken Zeit haben, auf das Tuch zu klettern. Je nach ausgewählter Stelle werden Sie erstaunt sein, wie viele Zecken sich so in relativ kurzer Zeit sammeln lassen. Mehr Informationen zur Vorgehensweise und zum Projekt erhalten Sie hier .




