Parasitenfrei

Fuchsbandwurm: Keine Gefahr durch Waldfrüchte?

Ein altbekannter Ratschlag ist möglicherweise nur ein Märchen: Einer Studie des Robert-Koch-Institutes zufolge lässt sich kein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von ungewaschenen Waldfrüchten und einer erhöhten Gefahr für eine Erkrankung durch den lebensgefährlichen Fuchsbandwurm herstellen. Dagegen scheinen Haustiere ein Risikofaktor zu sein, genauso wie die Arbeit im Garten. Experten raten sicherheitshalber dazu, Hunde und Katzen im Haus regelmäßig zu entwurmen.

Jeder kennt die Warnung, Beeren am Wegesrand nicht an Ort und Stelle zu essen, sondern zuhause erst gründlich zu säubern. Schuld daran ist der kleine Fuchsbandwurm, der ein Leben zwischen Fuchs und Nager führt: Der Parasit lebt im Darm von Meister Reinecke. Seine Wurmeier, die mit dem Kot des Fuchses ausgeschieden werden, werden von Mäusen aufgenommen, in denen sich die Fuchsbandwurmlarven entwickeln. Frisst der Fuchs die befallenen Nager, können die Larven in seinem Darm zu erwachsenen Würmern reifen, und der Kreislauf beginnt aufs Neue. Der Fuchs verkraftet die Anwesenheit der Darmparasiten problemlos, und auch Hunde und Katzen, die infizierte Nager fressen, zeigen keine Krankheitssymptome.

Für Menschen kann der Befall mit Fuchsbandwürmern dagegen lebensgefährlich werden. Die aus den Eiern geschlüpften Larven lagern sich meist in der Leber ein, wo sie, jahrelang unbemerkt, das Organ allmählich zerstören (alveoläre Echinokokkose). Oft gelingt die korrekte Diagnose der Erkrankung erst sehr spät. Dann müssen lebenslang Medikamente eingenommen oder sogar die Leber transplantiert werden. „Insgesamt ist das Infektionsrisiko für Menschen heute siebenmal höher als vor 20 Jahren“, sagt Dr. Andreas König vom Fachbereich Wildbiologie und Wildtiermanagement am Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Uni München. Ein möglicher Grund für die Zunahme ist die starke Vermehrung der Füchse in den letzten 10 Jahren und ihr Vordringen in städtische Bereiche.

Das europäische Echinokokkose-Register in Ulm sammelt die meldepflichtigen Erkrankungen in Deutschland (zwischen 13 und 23 pro Jahr). Anhand von Fragebögen und Interviews dieser Fälle fanden Wissenschaftler des Robert-Koch-Institutes im letzten Jahr heraus: Das Infektionsrisiko ist „deutlich höher bei Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind oder Umgang mit Hunden haben.“ So besaßen 70% aller erkrankten Personen Haustiere. Dagegen konnte kein Zusammenhang zum Sammeln oder Essen von ungewaschenen Pilzen und Beeren aus der freien Natur ermittelt werden.

Eine der besten Maßnahmen, um die Infektion des Menschen mit dem Fuchsbandwurm zu verhindern, ist daher die regelmäßige Entwurmung der vierbeinigen Familienmitglieder. Für Professor Heinz Melhorn, Parasitologe an der Universität Düsseldorf, ist dies sinnvoll: „Fuchsbandwürmer lassen sich durch Bandwurmmittel effektiv und bequem eliminieren.“ Bewährte Wurmmittel wie Droncit® wirken zuverlässig und sind gut verträglich. So steht einem unbelasteten Schmusen mit dem Vierbeiner nichts mehr im Wege.

 

 

SUCHE



NEWSLETTER

RISIKO-CHECK

WURM-CHECK

PARASITEN-WECKER

PARASITEN-FINDER

PARASITEN-WECKER

REISETIPPS

A-  A  A+